Aussaat

Themen: Saat und Ernte - Aussaat - Anleitung zur Meisterung des Lebens - Frühjahrsputz - Die Mutter der Welt - Abstieg in die Inkarnation -  Das geheimnisvolle Licht von Chartres - Eso-Quiz - Hast Du schon gehört, dass......? - Il mio Dante - Tratsch im Treppenhaus des Universums: Zwei Jungfraumonaden bei der Arbeit


Säe und säe,

Gott lässt es wachsen,

und ernten wirst nicht du, Mensch,

sondern das, was in dir sät.

Lew N. Tolstoi

Saat und Ernte

Für jede seiner Inkarnationen macht der Mensch es so ähnlich wie der Schauspieler auf der Theaterbühne: für die Darstellung einer weiteren Rolle schlüpft er in neue Gewänder. Art der Kostümierung und Rolle sind jedoch nicht willkürlich gewählt, sondern seinem Bühnenauftritt liegt ein „Werk“ oder „Konzept“ zugrunde, in dem es um den nächsten zu absolvierenden Entwicklungsschritt aus Sicht des „Regisseurs“ (= Höheres Selbst) geht.

Das „Kostüm“ (= sterbliche Person) besteht aus vier unterschiedlich schwingenden „Gewändern“ (= Bewusstseinsträgern), die zusammengenommen das menschliche Energiefeld (= Aura) bilden: physischer Körper, Ätherkörper, Astralkörper, Mentalkörper.

Da die Partikel, aus denen sich die genannten Bewusstseinsträger zusammensetzen, evolutionsmäßig einen völlig anderen Auftrag haben als die menschliche Seele oder Unsterblichkeit, so unterliegt die mögliche Einflussnahme des Höheren Selbst dem Reifegrad des betreffenden Menschen. Je weiter ein Mensch entwickelt ist, desto verfeinerter sind bereits Bewusstseinsträger und Charakter und desto weniger Herrschaft können Mental- oder Astralpartikel (= Elementel)  über die sterbliche Person ausüben.

Nicht nur im Bereich der Physis agiert der Mensch demzufolge, sondern gleichzeitig auch auf jenen Ebenen, auf denen seine höheren Bewusstseinsträger angesiedelt sind.  Benutzt er seinen Verstand,  so verändert sich mit jeder Nuance seines Denkens sein Mentalkörper und dessen Umfeld in Form und Farbe. Bewegt er sich emotional, so modifiziert jede Nuance seines Fühlens  seinen Astralkörper und dessen Umgebung. Beeinflusst wird also nicht nur Erscheinungsbild und Schwingung des eigenen menschlichen Energiekonstrukts, sondern das ganze den Menschen umgebende Energiefeld einschließlich der jeweiligen Örtlichkeit.

Aus der Tatsache, dass Gedanken und Gefühle ansteckend wirken, ergibt sich die menschliche Verantwortung nicht nur für seine physischen oder temperamentsbedingten Handlungen, sondern auch für alles, was sich in seinem mentalen oder emotionalen Feld abspielt.

Mit jedem einzelnen Gedanken, jeder noch so geringen emotionalen Bewegung veräußert der Mensch „Saatgut“, das in die Furchen eines extrem fruchtbaren Ackers fällt. Jener Acker ist nichts anderes als der Mensch selbst! Jedes einzelne ob bewusst oder unbewusst ausgestreute Saatkorn keimt zu seiner Zeit und wird genau zur richtigen Zeit am richtigen Ort zur Ernte heranreifen. Und die Ernte entspricht haargenau der Saat!

Gedanken und Gefühle sind schöpferische Kräfte! Achten wir also darauf, was und wie wir denken, was und wie wir fühlen, wie und aus welchen Motiven heraus wir  handeln. Unser persönliches Schicksal wird uns nicht von einer fremden Macht auferlegt, sondern wir selbst konstruieren unser Schicksal. Wofür immer wir eine Ursache legten, die Wirkung holt uns zu ihrer Zeit ein. Diesbezüglich sind wir unfrei; frei jedoch im Legen neuer, besserer Ursachen.

Im Laufe unserer Inkarnationen bebauen wir immer das eigene Feld und ernten jeweils genau das, was wir ausgesät haben. Das ist ein Naturgesetz! Achten wir also auf die Art unserer Saat…………………

 

 

Aussaat

 

 

Auch wie du fühlst und was du denkst,

füllt Ackerfurchen bis zum Rand.

Bedenke, welche Kraft du lenkst!

Du säst nicht nur mit Deiner Hand.

 

Die bittre Frucht, an der du kaust,

ist Folge deiner eignen Tat;

du bist das Feld, das du bebaust -

und jede Ernte gleicht der Saat!

 

hh

 

Anleitung zur Meisterung des Lebens

Das Wort "Karma" stammt aus dem Sanskrit und bedeutet „Tat“ oder „Handlung“. Verstanden wird darunter des Gesetz von Ursache und Wirkung. Taten oder Handlungen erfolgen jedoch nicht nur im rein physischen Bereich, sondern auch im Emotions- oder Mentalbereich. Sie betreffen somit unseren Astral- und Mentalkörper.

Keine Inkarnation steht also für sich allein da, sondern ist immer Glied in einer Kette. Jedes Lebensereignis ist die Folge einer vorausgegangenen Ursache und ruft eine darauf folgende Wirkung hervor. Sowohl Ursache als auch Wirkung haben wir durch Handlungen im physischen, astralen und mentalen Bereich selbst kreiert und bezeichnen das zusammengenommen als „Schicksal“.

„Schau, der Ton wird hart wie Eisen, den man formte ohne Müh’n.

War der Mensch noch gestern Meister, meistert heut das Schicksal ihn.“ (Hitopadesha)

Dadurch,  dass unsere Wahrnehmungen hinsichtlich unserer vergangenen Inkarnationen und unserer Zukunft verschleiert sind, erscheint es uns, als ob manche Ereignisse aus dem Nichts auftauchen und rein „zufällig“ sind. Dieser Schein trügt und ist lediglich auf einen Mangel an Erkenntnis und Weisheit zurückzuführen.

Karma ist ein wertfreies Naturgesetz, das nur den Rahmen schafft, innerhalb dessen sich alles vollzieht. Auf das Geschehen selbst nimmt Karma keinerlei Einfluss, und eine etwaige Bewertung erfolgt allein seitens des jeweiligen Individuums. In seinen Entscheidungen und Handlungen ist der Mensch grundsätzlich frei; wofür er jedoch jemals eine Ursache legte, folgt die Konsequenz genau zu ihrer richtigen Zeit, das betreffende Karma wurde reif zur Ernte.

Erlangt der Mensch Kenntnisse über Naturgesetze, wovon das Karmagesetz nur eines ist, so bedeutet das einen Machtzuwachs für ihn. Künftig kann er durch adäquate Beachtung dieser Gesetze sowohl sein derzeitiges als auch künftige Leben ökonomischer gestalten und zum Meister seines eigenen Schicksals werden. Wissen ist demzufolge tatsächlich Macht!

Gedanken sind schöpferische Kräfte und der mächtigste Faktor bei der Erzeugung von Karma. Als Sitz und Ausgangspunkt von Gedanken stellt die Mentalebene die höchste Instanz der sterblichen Person dar und besitzt in ihren feinsten Sphären bereits Kontakt zum höheren Selbst (Ego). Jeder Gedanke kreiert eine sogenannte Gedankenform, die Veränderungen im Mentalkörper hervorruft. Unsere mentalen Fähigkeiten stellen die Basis für die Ausstattung des Mentalkörpers in zukünftigen Inkarnationen dar. Wir besitzen immer nur die intellektuellen Kräfte, die wir durch wiederholtes Denken geschaffen haben. Keine von uns erzeugte Gedankenform geht verloren, da diese im mentalen permanenten Atom gespeichert und beim Vorgang des physischen Sterbens in den unsterblichen Kausalkörper übertragen werden.

Die astralen Kräfte in Form von Wünschen, Begierden und Leidenschaften sind beim Menschen in der Regel mit mentalen Elementen vermischt und können von daher als „mentale Bilder“ bezeichnet werden. Der Astralkörper des vergangenen Lebens bestimmt die Natur des Astalkörpers der neuen Inkarnation. Begierden ziehen als ausstrahlende Kräfte den Menschen grundsätzlich in eine Umgebung, wo sie Erfüllung finden können; deshalb heißt es, dass der Mensch seinen Wünschen gemäß geboren wird. Aus denselben Gründen werden auch ehemalige menschliche Gefährten aus früheren Leben wiederum angezogen.

Physische Kräfte wirken sich in Taten aus und erzeugen sehr viel Karma, da sie andere Menschen beeinflussen. Bei solchen Taten handelt es sich um Auswirkungen vergangener Gedanken und Emotionen, und das dabei erzeugte Karma erschöpft sich zum größten Teil schon mit ihrem Geschehen. Generell heißt es, dass 60 – 80% des Karmas bereits im verursachenden Leben getilgt werden.

Was der Mensch an Gutem oder Schlechtem getan hat, wirkt sich als Gunst oder Ungunst hinsichtlich unserer physischen Umgebung im kommenden Leben aus, unabhängig vom Beweggrund, der zur jeweiligen Handlung führte.

Es gibt drei Arten von Karma:

1. „Reifes Karma“ ist unvermeidlich und muss schnellstmöglich aufgelöst werden; der Mensch hat dabei sozusagen keine andere Wahl. Die Ursache für solches Karma wurde durch Handlungen, die seiner freien Wahl unterlagen, in der Vergangenheit gelegt.

Eine andere Form reifen Karmas ist dasjenige der „unvermeidlichen Handlung“, das durch einen stetig wiederholten Gedanken entsteht, der irgendwann in eine Tat mündet – z.B. der Gedanke an einen Mord. Evtl. bringt ein Mensch diese Art von Karma bereits aus einem vergangenen Leben mit, so dass beim ersten ähnlich gearteten Schwingungskontakt eine ganze Welle von Gedanken und Gefühlen ausgelöst wird, die evtl. sofort zu einer entsprechenden Handlung führen.

Reifes Karma kann auch in solchen Fällen vorliegen, wo ein Mensch Handlungen, Emotionen oder Denkweisen negativer Art vollzog, die jedoch in den darauffolgenden Leben nicht aufgelöst werden konnten. Inzwischen hat sich der Mensch weiterentwickelt und viele gute Eigenschaften hinzugewonnen. In einer Inkarnation werden dann die guten Eigenschaften auf Eis gelegt und sobald das schlechte Karma aufgelöst wurde, noch im selben Leben wieder aufgetaut. In solchen Fällen kommt es zu urplötzlichen Läuterungen von Menschen z.B. durch eine Predigt, ein wertvolles Buch, ein bestimmtes Ereignis oder Kontakt mit einer bestimmten Person.

2. Das „gesammelte Karma“ kann nicht in einem Leben bearbeitet werden, da für die Auflösung verschiedene Körper vonnöten sind oder bestimmte Seelen, die jedoch nicht immer zusammen inkarnieren. Das gesammelte Karma, das sich im Charakter zeigt, ist im Gegensatz zum reifen Karma immer für Veränderungen zugänglich, denn es besteht aus schwächeren oder stärkeren Neigungen, die durch neue Gedanken beeinflussbar sind.

3. „Gruppen-Karma“ oder „Kollektives Karma“ trifft grundsätzlich mehrere Personen gleichzeitig, z.B. in Form eines Unglücks. Ein Mensch ist z.B. karmisch mit mehreren anderen Egos, die in einer Erdbebenregion leben, verbunden. Im Falle eines erneuten Erdbebens werden jedoch nur jene Personen getötet oder verletzt, die aufgrund reifen Karmas eine solche Schuld abzutragen haben. Menschen, die diesbezüglich keine karmische Last tragen, bleiben verschont. Unter keinen Umständen erleidet ein Mensch jemals etwas Unverdientes!

Aufgezeichnet im „Buch des Lebens“ wird das Karma durch die Lipikas. Mit Weisheit bestimmen sie die „Idee“ des künftigen physischen Körpers eines Menschen als Gewand der sich verkörpernden Seele, durch das deren Fähigkeiten und Begrenzungen zum Ausdruck kommen soll.

Aufgegriffen wird dieses erzeugte Bild durch die „Mittler des Karmas auf Erden“ und in allen Facetten zu einer Art „Vorlage“ verarbeitet. Diese „Vorlage“ wiederum wird durch untergeordnete Helfer nachgebildet. Bei dieser Nachbildung handelt es sich um den menschlichen Ätherkörper, der die „Gussform“ für den werdenden physischen Körper darstellt. Die Bestandteile dieser zwei Körper sind der Genetik der Eltern unterworfen. Bei der Auswahl der Eltern wird auch auf Besonderheiten des Astral- und Mentalkörpers des reinkarnierenden Egos geachtet – z.B. inkarnieren Menschen mit musikalischen Fähigkeiten häufig in einer musikalischen Familie. Diese Gesetzmäßigkeit zeigt sich z.B. deutlich bei der Familie J.S. Bachs. 

Handlungen entstehen anlässlich von Wünschen, die immer nach Erfüllung streben und uns deshalb immer wieder zurück auf die Erde ziehen. Sobald der Mensch jedoch nichts mehr begehrt, weder im Himmel noch auf Erden, ist er aus dem Rad der Inkarnationen befreit. Begehren als solches ist an sich nicht schlecht, da es den Menschen anspornt, sich aus Trägheit und Müßigkeit zu lösen und durch Handlungen Erfahrungen zu machen, die letztendlich zu Erkenntnissen führen. Besonders wichtig ist dies, so lange noch kein Kontakt zum Göttlichen besteht. Später werden die menschlichen Wünsche immer selbstloser, bis sie gänzlich schwinden und dadurch das Rad der Inkarnationen zum Stillstand bringen.

„So sind wir alle Meister unseres "Morgens", wie sehr wir auch heute durch die Folgen unseres "Gestern" behindert sein mögen.“ (Annie Besant „Uralte Weisheiten“)

 

Literaturquelle:

Annie Besant "Uralte Weisheit"

 

 

Frühjahrsputz

Die zunehmende Präsenz des Lichts weckt im Menschen den Urinstinkt nach Säuberung und Reinigung. In diesem Artikel wollen wir uns vor allem mit den feinstofflichen Aspekten des Hausputzes beschäftigen.

Ziel der Reinigung ist die Harmonisierung von Störfeldern. Der feinstoffliche Frühjahrsputz wirkt auf alle sieben Körper des Menschen sowie auf dessen Umfeld ein. Durch das Prozedere der Reinigung sind wir in der Lage, Störfelder in der Aura, in der Atmosphäre und auf Gegenständen zu beseitigen und zu harmonisieren. Die energetische Reinigung muss genauso konsequent und gründlich durchgeführt werden wie unsere Körperreinigung oder der Hausputz. Ein wichtiger Grundsatz hierbei ist die konkrete Planung des Ablaufs sowie die Einplanung von ausreichend Zeit. Eine Harmonisierung kann nur durch systematisches und konzentriertes Vorgehen erreicht werden. Folgendes sollte Beachtung finden:

  • Man reinigt immer von unten nach oben
  • Innerhalb von Räumen bewegt man sich kreisförmig im Uhrzeigersinn
  • Die Aura-Reinigung erfolgt spiralenförmig

Bei der Raumreinigung ist es wichtig, ein besonderes Augenmerk darauf zu lenken, dass sich negative Schwingungen besonders intensiv in den Ecken festsetzen. Diese sollten von daher immer besonders intensiv gereinigt werden, und sollte man es vermeiden dort unnötige Gegenstände zu lagern.

Die Luftfeuchtigkeit von Räumen ist nicht unwichtig, sie trägt erheblich zu unserem Wohlgefühl bei. Luftbefeuchter, Wasserschalen, Springbrunnen und Pflanzen können positive Veränderungen herbeiführen. Bei den Pflanzen bitte darauf achten, dass diese gesund sind und keinerlei Pilzbefall aufweisen.

Zur energetischen Reinigung besonders geeignet ist der Essig. Hier empfiehlt es sich, den günstigen Tafelessig einzusetzen oder Essigessenz, wobei letztere nur verdünnt entsprechend der Gebrauchsanweisung benutzt werden darf. Man versetzt einfach das Wisch- oder Putzwasser mit einem Schuss Essig – und los geht's.

Ein ebenfalls sehr zu empfehlendes Reinigungsmittel ist das Salz. Man streut einfaches Kochsalz auf den Fußboden, fegt dieses kurz danach wieder auf und vernichtet es anschließend.

Eine weitere Möglichkeit der Raumsäuberung ist das Räuchern. Der Salbei ist eine der  meist genutzten Pflanzen für die energetische Reinigung im europäischen und nordamerikanischen Raum.

Beim Salbei unterscheidet man zwei verschiedene Hauptherkunftsregionen. Der Salvia officiales wird bei uns auch Gartensalbei genannt. Er kommt aus dem Mittelmeerraum und wurde schon von den alten Römern als „heiliges Kraut“ bezeichnet. Er hat die Tendenz, im Alter zu einem bis zu 80 cm hohen verholzten Strauch heranzuwachsen. Die Blütenstände rangieren von blau bis dunkel lila und seine Blätter sind oval, silbrig schimmernd. Er entwickelt beim Verräuchern einen süßlichen Kräuterduft.

Auf Kreta gedeiht der Salbei Taskomilia, welcher einen besonders aromatischen Duft verströmt.

Der Salbei wird besonders gern zum atmosphärischen Reinigen eingesetzt, da er in der Lage ist, negative Schwingungen in harmonische umzuwandeln. Insbesondere Krankenzimmer sollte man mit Salbei ausräuchern. Die Kranken können dies allerdings als sehr unangenehm wahrnehmen. Die Ursache hierfür liegt in den Energiemustern, die Kranke umgeben und absondern. Diese basieren oft auf Niedergeschlagenheit, depressive Verstimmungen, Unmut, Kraftlosigkeit bis hin zu Aggressionen. Die starke Reinigungskraft des Salbeis wirkt dem entgegen und erzeugt bei vielen Patienten erst einmal eine Haltung der Ablehnung, führt aber in der Regel nach kurzer Zeit zu einer Stimmungsverbesserung. Die Krankheiten heilen kann der Salbei nicht - mit Ausnahme von Husten, Heiserkeit und Rachenraumerkrankungen. Es ist wichtig, die Räucherungen mehrfach zu wiederholen, da sich die Störfelder erneuern, bis der Heilprozess abgeschlossen ist.

Der Gartensalbei eignet sich außerdem hervorragend, um Leidenschaften zu dämpfen, dass macht ihn zu einem exzellenten Räuchermittel für Meditation und Innenschau. Er wird dem Element Luft zugeschrieben, weil er durch die Umwandlungen von negativen Schwingungen hilft, den Geist aufzuklaren. Diesem Umstand zufolge wird die geistige Wahrnehmungskraft erweitert.

Die zweite Herkunftsregion des Salbeis liegt im Norden Amerikas. Der sogenannte „White Sage“ (Salvia apiana) tritt besonders häufig im Südwesten der USA auf. Die nordamerikanischen Ureinwohner binden ihn zu Räucherbündeln, sogenannten „Smudges“. Diese Bündel werden u.a. bei der Schwitzhüttenzeremonie eingesetzt. Seine Heilkraft gilt als antiseptisch, fiebersenkend. Er wirkt kühlend und ist besonders für Asthmatiker zu empfehlen. Ferner gelten die oben bereits beschriebenen reinigenden Eigenschaften. „White Sage“ zählt zum Wasserelement, da er sich hervorragend für Rituale eignet. Er ebnet den Weg dafür, sich fallen zu lassen und loszulassen, da man sich bei ihm sicher fühlen kann und bannt die negativen Schwingungen

Zwei weitere Salbeisorten sollten noch kurz Erwähnung finden. Der Räuchersalbei (salvia repens var.repens) kommt ursprünglich aus Afrika. Er verströmt beim Verräuchern einen harzigen Duft. Problemlos lässt er sich auch in unseren Breitengraden kultivieren, ist allerdings nicht in jeder Gärtnerei erhältlich.

Der Russische Salbei (pervovskia abrotanoides karel)  gehört botanisch gesehen nicht zur Familie des Salbeis, findet aber ähnliche Anwendung. In Russland wird er zu Kräutertabak  verarbeitet und hat beim Verräuchern einen eher fruchtigen Geruch.

Für eine schonende Verräucherung von Blattwerk oder Blüten empfiehlt sich, die Räucherung in einem Sieb über einer Flamme vorzunehmen. Besonders geeignet erscheinen hierfür Duftlampen, deren Schale durch ein Sieb ersetzt werden kann. Diese Form der Räucherung erlaubt es den Pflanzen, ihre Bestandteile schonend und langsam an die Luft abzugeben.

Literaturquellen:

Thomas Kinkele "Räucherstoffe und Räucherrituale"

Susanne Fischer-Rizzi "Botschaft an den Himmel"

 

 

Die Mutter der Welt

Die Mutter der Welt ist der Urquell der Weiblichkeit, die Repräsentantin der weiblich polarisierten Seite des Göttlichen. Sie ist die Ur-Substanz des Universums, die spirituelle Seele der Materie, auch Prakriti genannt, welche  aus der Wurzel der Materie, dem Mulaprakriti, herausgebildet wurde. Prakriti ist die Substanz, aus der heraus  alles geboren wurde und zu der alles zurückkehrt.

Prakriti besitzt drei Eigenschaften, Sattwa, Rajas, Tamas, auch Gunas genannt.

Im Menschen repräsentiert sie die spirituelle Essenz und Attribute der Seele des Kausalkörpers.

Auf der physischen Ebene drückt Prakriti sich in der organischen Welt als chemische negative Polarität und als Weiblichkeit aus. Ohne Prakriti könnte nichts geboren, erhalten oder empfangen werden. Ihre Kräfte finden sich wieder in den Frauen der Welt, ebenso wie in geraden Zahlen, dem Gefühlsleben, der Empathie und der  Unterstützung Bedürftiger.

In vielen Kulturen der Welt wurde und wird das weibliche Prinzip als Göttin verehrt. Die Personifizierung der Mutter der Welt als Jungfrau Maria oder Göttin Isis von Ägypten  gehört zu den edelsten Vorstellungskräften und Idealisierungen, dessen die Menschen fähig sind.  Hingabe, Verehrung und Anbetung sind von Grund aus fördernswerte menschliche Haltungen, die es den höheren Wesen ermöglichen, mit den Menschen in Kontakt zu treten.

Geoffrey Hodson sowie Nicholas Roerich erschien die personifizierte Mutter der Welt als Jungfrau Maria, im Englischen und Französischen „Our Lady of the Light“, „Notre Dame“ genannt. Im Land der Khuu (heutiges Ägypten) kannte man sie als Harthor, in Ägypten wurde sie als Isis verehrt. Die physische Statthalterin in Ägypten war eine Adeptin, die für mindestens 10.000 Jahre dieses Amt inne hatte. Inzwischen ist sie in die Sphären der Buddhaschaft aufgestiegen. Bei der von den Christen wahrgenommenen physischen Form der Weltenmutter handelt es sich um eine ehemalige Jüdin von edler Herkunft, die nach ihrer Vervollkommnung in das Reich der Devas wechselte und als Deva die Aufgaben der Isis übernommen hat.

Es existieren tausende Gedankenformen von der Weltenmutter. Für Christen erscheint sie zumeist als Madonna oder Jungfrau Maria. Unabhängig davon, welche Gedankenform angerufen wird, erfolgt eine Erwiderung durch die Mutter der Welt.

Dem Kosmos liegt eine göttliche Ordnung zugrunde, die hierarchisch strukturiert ist. Die  Hierarchie des Menschenreichs ist durch diverse esoterische Lehren weitgehend bekannt. Das Reich der Devas unterliegt ähnlichen hierarchischen Strukturen, die uns derzeit jedoch noch weitgehend unbekannt sind.

Der Umfang des Aufgabenbereichs der Mutter der Welt lässt sehr klar erkennen, dass er keinem bestimmten Strahl zugeordnet werden kann, da sie sich aller Frauen sowie aller Menschen in schwierigen Situationen in der Welt annimmt, unabhängig von deren Strahlenzugehörigkeit. Dennoch fällt auf, dass ihre physische Form (s.Bilder v. Hodson und  Roerich) stark geprägt ist von den Farben des 2. Strahls (violett/indigo) und seinem Attributstrahl, dem 6. Strahl (silber/lila) und das, obgleich ihre Kraft dem 3, Aspekt des Logos (Materie) entspricht.

Der Mutter der Welt ist auf jeden Fall der Bodhisattva als der Lehrer des gesamten Menschen- und Deva-Reichs überstellt sowie der Herr der Welt, dem als spirituellem Führer die menschliche und devische Evolution untersteht.

Wenngleich die Kenntnisse über die devische Hierarchie und Evolution nach wie vor gering sind, würde C.W. Leadbeater als einer der bekanntesten englischen Theosophen die Mutter der Welt in einer Riege mit den leitenden Chohans der Strahlen sehen.

Die derzeitige physische Repräsentantin der Mutter der Welt ist also ein mächtiger Deva, der eine Abteilung der Organisation und Regierung der inneren Welt leitet. Als dieser untersteht ihr eine Heerschar von untergeordneten Devas, die im Rahmen ihres Wirkungskreises ihre Arbeit leisten. Der Aufgabenbereich der Mutter der Welt ist so vielfältig, dass er nur schwer zu erfassen ist und am besten beschrieben werden kann als die Zuständigkeit für alle Frauen der Welt, insbesondere für die Mütter, Kinder und Gebärenden. Ferner versucht sie das Leid der Welt zu mindern, indem sie als Unterstützerin, Beschützerin und Trösterin wirkt für Menschen, die sich in Not, Schwierigkeiten, Krankheit oder Leid befinden.

Zu ihren Aufgaben als Beschützerin der Frauen gehört natürlich auch die enge Zusammenarbeit mit den Lipikas, den Herren des Karmas, die für die zur Geburt anstehenden Egos die passenden Inkarnationen herbeiführen müssen.

Grundsätzlich begleitet einer der untergebenen Devas der Mutter der Welt eine jede Schwangerschaft bis hin zur Geburt und darüber hinaus und leistet der werdenden Mutter Beistand. Durch diese Devas ist die Mutter der Welt bei jeder Geburt indirekt anwesend. Mit dem Fortschreiten der Schwangerschaft wird die Bindung zwischen der werdenden Mutter und der Mutter der Wellt immer enger.

Viele Frauen berichten, dass sie in schweren Stunden die Mutter der Welt neben sich stehen sahen oder dass sie ihre Kraft und Unterstützung wahrgenommen haben. Extreme Anspannungen und Stress können die Empfänglichkeit von Menschen für übersinnliche Wahrnehmungen erhöhen.  

Eine der vordringlichsten aktuellen Aufgaben der Mutter der Welt ist die Versorgung von bereits relativ weit entwickelten Egos mit passenden und förderlichen Inkarnationen, damit diese sich für die kommende sechste Rasse möglichst vorteilhaft entwickeln können. Die Dezimierung  großer Menschenmengen durch Kriege und Naturkatastrophen sowie die Geburtenrückgänge in vielen Regionen der Welt hat diese Aufgabe erheblich erschwert.

Das vordringlichste Ziel der Mutter der Welt ist die Vergeistigung der Idee der Mutterschaft und der Heirat. Alle, die sie in ihren Bestrebungen zu unterstützen wünschen, müssen ihre Bemühungen und Einflüsse, die in diese Richtung gehen, geltend machen. Die Möglichkeiten des persönlichen Einsatzes variieren je nach Talent. Generelle Stellungnahmen über europäische Positionen bezüglich dieses Themas dagegen sind für die Mutter der Welt ungenügend. Aus ihrer Sicht wird die Mutterschaft von den meisten westlichen Menschen nicht richtig verstanden. Sie wird nicht als ein hohes, wundervolles Privileg gewürdigt, sondern geradezu abgewertet. Die Mutter der Welt sympathisiert mit den Frauen, die gegen die Sklaverei, die die Lustbefriedigung der Menschen mit sich bringt, rebellieren.

Ihre Bemühungen gehen in die Richtung,  die Spiritualität in der westlichen Welt zu stärken, um die Blickrichtung der Menschen zu verändern. Letztendlich müssen Eltern der fünften Rasse die Kinder der sechsten Rasse gebären.

 

Literaturquellen:

Geoffrey Hodson "Illuminations Of The Mystery Tradition"

Geoffrey Hodson "The Miracle of Birth"

C.W. Leadbeater " The World Mother as Symbol and Fact"

 

 

Abstieg in die Inkarnation

Der Abstieg eines Egos in eine Inkarnation wird von langer Hand vorbereitet. Hierzu finden in den höheren Welten Beratungen zwischen gewissen anordnenden Adepten und Wesen aus der Deva-Hierarchie statt, die als Mitarbeiter des Mahachohans die Evolution der Menschheit unterstützen. Der Mahachohan gilt als Hauptverwalter des menschlichen Karmas unter den Adepten. Sollte das Ego bereits Schüler oder Aspirant eines Meisters sein, wird dieser sich an den Beratungen beteiligen. Die Teilnahme des absteigenden Egos an solchen Treffen ist abhängig von seinem Reifegrad. 

In den Beratungen geht es darum, Bedingungen zu kreieren, in denen möglichst viel Karma abgebaut werden kann bei gleichzeitigem evolutionären Fortschritt für das Ego auf weite Sicht betrachtet. Es wird festgelegt, auf welcher der vier Ebenen – mental, astral, ätherisch, physisch, Karma abgebaut werden soll, auf welche Art und in welchem Umfang.

Ein Karma-Deva der Erdenkette auf der Kausalebene übernimmt die Schirmherrschaft über die Vorbereitungen und deren Umsetzung für die  anstehende Inkarnation, trifft einvernehmlich mit den Beratern Entscheidungen und begleitet das Ego bis zur Geburt.  Dieser Deva ist vertraut mit dem Karma des Egos aus vergangenen Inkarnationen. Ein ausgearbeiteter Plan wird den Mental-Devas und Astral-Devas übermittelt, die dann aufgrund der Vorlage und entsprechender eigener Anstrengungen die Inkarnation vorbereiten.

Erst nachdem die Vorbereitungen abgeschlossen sind, kommt es zur physischen Empfängnis. Die Vereinigung von Mann und Frau entspricht einer niederen Widerspiegelung  der sakralen Verschmelzung des ersten und zweiten Aspektes des Logos, woraus der dritte Aspekt hervorgeht. Im Augenblick der Empfängnis tönt das Ego mittels der Wort-Kraft einen hellen Ton in die niederen Welten der Mental-, Astral-, Äther- und physischen Ebene, um als formgebende Kraft einen Körper auf der jeweiligen Ebene zu schaffen. Hierbei ahmt der Mensch den göttlichen Schöpfungsprozess nach. Mittels Wille, Denkkraft und Klang schöpft dieser aus der Wurzelmaterie – Mulaprakriti das Leben.

Das Karma aus vergangenen Inkarnationen erzeugt eine Art Missklang, welcher auf die harmonische schöpferische Wort-Kraft prallt und dadurch zu Dissonanzen führt, die in dem zu bildenden physischen Körper des Egos zu körperlichen Fehlbildungen, Krankheiten und Schwächen führen.

Zuvor werden jedoch die drei „Permanenten Atome“ (mental, astral, physisch) der niederen Welten aktiv. Diese Atome geben grundsätzlich die Schwingung des Egos auf den jeweiligen Ebenen wieder. Sie zeichnen die gemachten Erfahrungen während der Inkarnation auf und übermitteln diese nach Beendigung der Inkarnation an den Kausalkörper.

Die „Permanenten Atome“ gliedern sich dem vom Ego ausgehenden Strom der Wort-Kraft an.  Dieser Strom schwingt auf den Frequenzen des Ego-Strahls, des Reifegrades, der bereits errungenen Erfahrungen und des Karmas. Die „Permanenten Atome“ übermitteln auf den  Ebenen die Wort-Kraft des Egos und ziehen als Zentren die jeweilige Materie an, welche dadurch praktisch zu Wiedergaben der vorherigen Inkarnation werden.  Gleichfalls wird hierdurch über die Dominanz der drei Gunas (Materie-Attribute): Sattwa (harmonischer Rhythmus), Rajas (Tätigkeit), Tamas (Trägheit) entschieden.

Als erstes trifft die Wort-Kraft des Egos auf die Mental-Ebene und erzeugt dort einen starken Wirbel, welcher nur Mentalkräfte anzieht, die der Ego-Frequenz entsprechen. Auf dieser Ebene übernimmt ein Mental-Deva die Obhut über den Bau der vier niederen Körper der Inkarnation. Interessanterweise sieht man ab und an in der Aura dieses Deva Szenen aus vergangenen Inkarnationen, welche ihm durch einen mächtigen Deva der Kausal-Ebene zugetragen werden.

Danach trifft die Wort-Kraft auf die Astral-Ebene und erzeugt dort einen ähnlich gearteten Wirbel. Auf der Astral-, wie auch auf der Mental-Ebene ist ein Deva für den Körperbau zuständig. Die Auren dieser beiden Devas umhüllen den vibrierenden Strom der Wort-Kraft, die Auren des Embryos und die werdende Mutter. Die beiden erstgenannten werden gleichfalls vor Erschütterungen und Störungen von der Außenwelt geschützt. Wohltätige von außen einströmende Energiezufuhr, z.B. durch die Teilnahme der Mutter an einer spirituellen Handlung, wird von den Devas zum Wohle des Egos eingebaut.

Im Anfangsstadium der Schwangerschaft ist der Mental- und der Astralkörper eiförmig, ca. 30 cm groß mit einer schwach zu erkennenden Gestalt in der Mitte. Die Farbe ist milchig bis transparent mit opalen Schattierungen, welche durch die Skandhas entstehen. Skandhas sind von den „Permanenten Atomen“ mitgebrachte Ergebnisse der Vergangenheit, die die Saat der zukünftigen Inkarnation bilden.

Der physische Körper wird in der Regel nicht zu Beginn der Inkarnationsvorgänge gebildet. Das physische „Permanente Atom“ jedoch wird im Augenblick der Empfängnis durch einen Deva an die Doppelzelle angeknüpft, wodurch der biologische Prozess angetrieben wird.

Durch die Verknüpfung von Doppelzelle und „Permanentem Atom“ werden schädliche äußere Einflüsse abgeschirmt. Ab dem dritten Monat ist die Verbindung zwischen dem Ego und dem physischen Körper des Embryos vollständig aktiv.

Der Bewusstseinsmechanismus besteht aus den 7 Chakras auf der mentalen, astralen und ätherischen Ebene sowie aus den damit verbundenen Drüsen- und Nervensystemen. Im vierten Monat der Schwangerschaft sind die Chakras nur schwer zu erkennen. Das im physischen Embryo am weitesten entwickelte Chakra ist das Scheitelchakra, wodurch die egoischen Kräfte in den Körper fließen. Das Kehl-, Herz- und Solarplexus-Chakra sind im Ansatz schon zu erkennen.

Im achten Monat nimmt der Kraftzufluss vom Ego zu und sein Fokus richtet sich auf die Person (niederes Selbst). Der astrale Deva, der zur Ordnung der „Mutter der Welt“ gehört, verändert durch die Zunahme der Ausschüttung der „Mutter der Welt“ sein Aussehen. Er trägt jetzt einen Cape ähnlichen blauen Mantel, den er über Mutter und Kind ausbreitet. Dieser Mantel verleiht dem Deva das Aussehen einer Madonnengestalt.

Geoffrey Hodson konnte bei seinen Beobachtungen knapp zwei Stunden vor einer Geburt erkennen, dass der Mental- und der Astral-Deva  sowie deren Helfer sich bereits zurückgezogen hatten. Verblieben war die Gedankenform der „Heiligen Jungfrau“, die nun nicht mehr von dem Astral-Deva genährt wurde, sondern von der „Mutter der Welt“ selbst. Ihre Gestalt verweilte am Kopfende der werdenden Mutter in inniger, schützender, liebender Haltung. Ihre Gegenwart schützt die werdende Mutter vor dem Übergriff der schmerzhaften Schwingungen auf ihre höheren Körper. Das ermöglicht der Mutter, trotz des Leids die Situation einigermaßen ruhig zu überstehen. Inzwischen sind weitere Devas ihrer Ordnung hinzugetreten. Bei Beginn der Geburt nimmt ihre Gestalt an Größe und Glanz zu und Licht und Liebe senken sich über Muter und Kind.

Nach der Geburt zieht sich die Mutter der Welt unmittelbar zurück, wobei ihre Gestalt erst nach 10 Stunden in Gänze entschwunden ist.

 

Literaturquellen:

B. Flemming "Das Theosophische Weltbild" Band II

Geoffrey Hodson "The Miracle of Birth"

 

 

Es gibt Stätten, wo der Geist weht.

Stätten, wo der Geist den Menschen durchdringt,

wo sich ihm Organe für das Göttliche öffnen.

Dies ist die größte Gabe der Erde und des Himmels an den Menschen.

 

Barres

Das geheimnisvolle Licht von Chartres

 

Inmitten der Ebene von Beauce, durch die der Fluss Eure sein Bett gegraben hat, erhebt sich von weitem erkennbar auf einem Hügel gelegen die gotische Kathedrale von Chartres. Bereits in vorchristlicher Zeit war dieser Ort den Menschen heilig. Es ist davon auszugehen, dass seine rituelle Nutzung auf die Zeit vor dem Keltentum zurückgeht. Archäologische Funde weisen auf eine Jungfrauverehrung hin, die der Göttin Isis, Demeter oder Belisama gegolten haben mag. In einer Grotte fand man eine geschwärzte aus Birnbaumholz geschnitzte Statue, die die Mutter der Welt mit Kind darstellt, „virgini pariturae“, die gebärende Jungfrau. Die Verehrung des Göttlich-Weiblichen an diesem Ort hat sich bis in die heutige Zeit fortgesetzt. Bei der Kathedrale von Chartres handelt es sich um ein sogenanntes Marienheiligtum, der „Notre-Dame“ geweiht.

In seiner Lage birgt Chartres ein Naturgeheimnis. Hier trifft eine besondere Erdwirkung auf die Kräfte des Wassers. Noch heute befindet sich im nörlichen Gewölbe der Kathedrale ein Brunnen aus vorchristlicher Zeit. Wasser wie auch Erde sind die weiblichen Attribute der vier Elemente. Die gefundene schwarze Jungfrau symbolisiert die heilige weibliche göttliche Quelle, von der heilige und heilende Kräfte ausgehen.

Mit der Übertretung der Schwelle der Westpforte betritt der Besucher heiligen Boden. Die Schwelle erhebt sich ca. 20 cm aus dem Kirchenpflaster heraus und lässt den Eintretenden den Übergang bewusst erfahren. Innen empfängt ihn eine schützende Dunkelheit.

Durch ihre noch zum größten Teil aus der Blütezeit  der Gotik stammenden Kirchenfenster wirkt die Notre-Dame von Chartres im Vergleich mit anderen Kathedralen aus dieser Zeit erheblich dunkler. Es entsteht der Eindruck, sich in einer großen Grotte oder Höhle zu befinden. Diese Dunkelheit verleiht den wie Edelsteine funkelnden Fenstern eine besondere Leuchtkraft, wobei sich  Farbintensivität und Raumlicht gegenseitig bedingen. Das sogenannte Chartres-Blau, eine siliciumhaltige Farbe, die nur in den Kirchenfenstern Chartres vorkommt, wird durch diesen Effekt besonders hervorgehoben.

Das erste brauchbare Fensterglas findet im elften Jahrhundert im  persischen Raum erstmalige Erwähnung. Mit dem Bau der gotischen Kathedralen gelangte am Anfang des 12. Jahrhunderts das Geheimnis seiner Herstellung über Italien/Venetien nach Frankreich. Die damaligen Glasmacher waren wahrlich Alchemisten. Glasherstellung und -zusammensetzung waren streng geheim. Ihre Namen sind nur in den seltensten Fällen bekannt, anders als die der Glaskünstler, die die Fensterbilder  entwarfen und einsetzten. Ebenso schnell wie die Glasmacher kamen, verschwanden sie auch wieder. Mitte des dreizehnten Jahrhunderts endete diese Ära, nur die Virtuosität ihres Stils blieb uns erhalten.

Das Chartres-Glas unterscheidet sich von anderen farbigen Fenstergläsern durch seine Leuchtkraft, die unabhängig von äußeren Witterungsverhältnissen und Tageszeiten ihre Intensität beibehält. Die Kirchenfenster scheinen das Licht nicht durchzulassen, sondern  aus sich selbst heraus zu erstrahlen. Anders als bei normal gefärbtem Glas findet man innerhalb der Kathedrale von Chartres keinerlei Reflektionen, hervorgerufen durch die Kirchenfenster. Irrtümlich ging man davon aus, dass diese Auffälligkeiten den Verwitterungen der Zeit durch äußere Irisation geschuldet sind. Andere nur wenig ältere Farbfenster, deren Außenseite ebenfalls die Regenbogenfarben widerspiegeln, weisen diese Eigentümlichkeiten jedoch nicht auf. 

Obgleich die Zusammensetzung des Chartres-Glases der Wissenschaft inzwischen bekannt ist, entziehen sich nach wie vor einige Farbgeheimnisse ihrer Entschlüsselung.

Aus der Sicht der Wissenschaft ist Licht eine Komposition aus Wellen und energetischen Elementarteilchen (Korpuskeln).  Die Elementarteilchen des Sonnenlichts wirken sterilisierend und durchdringend und sind für den Menschen nicht ungefährlich. Der Mensch wehrt diese Gefahr durch Pigmentierung ab. Alchemistische Versuche bei voller Sonneneinstrahlung sind aus diesem Grund kaum möglich. Das gleiche gilt für menschliche Initiationsriten, die grundsätzlich in lichtdichten Räumlichkeiten oder bei Nacht durchgeführt werden. Die Architektur der Romanik wäre in der Lage gewesen, die Lichteinflüsse in ihren Kirchen zu erweitern, nahm davon jedoch Abstand. Das antimonfarbene Glas der Romanik könnte der erste Versuch eines Filters gewesen sein, der zwar die Lichtwellen durchlässt, jedoch die Elementarteilchen abwehrt und in den Glasfenstern der Gotik seine Vervollkommnung fand.

Den Alchemisten nach soll die Einfärbung der Materie durch die Einverleibung der göttlichen Welt dieser Materie verursacht werden. Mit anderen Worten: die Kirchenfenster von Chartres spiegeln die Farbharmonie der göttlichen Welt wider. Die Huldigung der Alchemie in den Marienkirchen zeigt sich in Chartres in den Fensterrosetten des West- und Südportals, deren Heilwirkung bis dato noch unentschlüsselt ist.  Ferner in den Lanzettfenstern unterhalb der Rosette des Eingeweihtenportals/Nordportals. Von den noch heute existierenden ca. 180 Fenstern in Chartres sind gut 150 noch in ihrem ursprünglichen Zustand zu bewundern, was einer Gesamtfläche von über 2.000 qm entspricht.

Die Südrosette stellt Christus als Weltenrichter dar, umgeben von den 4 Symbolen: Adler, Löwe, Stier und Mensch/Engel in einem Verbund mit 12 Engeln. Herum gruppieren sich die 24 „Alten der Apokalypse“, abgebildet mit Musikinstrumenten, die Harmonie symbolisieren sollen. Ähnliche Darstellungen der „Alten“ finden sich auch am Hauptportal der Kathedrale Santiago de Compostella.  Die 24 „Alten“ sind die 24 Buddhas der Erde, geschaut vom Urheber des Johannes-Evangeliums, der, selbst Jude, hierzu alte jüdische Quellen nutzte. Inzwischen ist ein 25. Buddha hinzugekommen, Siddharta Gautama. Pro Rasse inkarniert 1 Buddha, 7 Rassen entsprechen 1 Runde. Derzeit befinden wir uns in der 4. Runde, 5. Rasse, 5. Unterrasse = 25 Buddhas.

Das Nordportal weist neben der Rosette 5 Lanzettfenster auf. Das mittlere stellt die braun gekleidete heilige Anna (Mutter Marias) mit Marienkind dar. Links von ihr befindet sich König David und Priester Melchisedek und rechts von ihr König Salomon sowie Priester Aaron. Die gesamte sonnenlose Seite der Kathedrale ist nicht aus Zufall dem Alten Testament und dem Leben Marias gewidmet.  Die Mystik von Bernhard von Clairvaux, der nachweislich im Jahre 1147 in Chartres predigte, hat die Marienverehrung in der katholischen Kirche erheblich vorangetrieben. Einige Literaten gaben diesem Portal den Beinamen „Eingeweihtenportal“, da an seiner Außenseite die Bundeslade zu erkennen ist. Es wird behauptet, dass diese im Auftrag von Bernhard von Clairvaux durch die Tempelritter nach Frankreich verbracht wurde, nachdem sie die Lade im Tempel Salomon in Jerusalem ausgegraben hatten. Die Bundeslade gehört jedoch zur Religion der Juden und nicht zum Christentum. Ferner ist der Tempel Salomons eine Metapher für die sterblichen Anteile des Menschen (Person), in denen man zumindest nicht physisch graben kann. Außerdem waren die Tempelritter nie so edel, wie man es ihnen nachsagt.

Die Westrose ist dem „Jüngsten Gericht“ gewidmet. In ihrer Mitte thront der Christus. Im Gegensatz zu den anderen 2 Rosetten von Chartres besitzt die Westrose keinen Außenrand. Ferner weist ihre Farbgebung verglichen mit den anderen Rosetten erheblich mehr von dem typischen  Chartres-Blau auf.

 

…..denn das lebendige Licht, das so ausgeht von seiner Quelle,

dass es nie sich ablöst von ihr, noch von der Liebe, die in beiden wohnt,

vermählt aus Güte seine Strahlen, gleichsam gespiegelt, andere Substanzen

und bleibt doch ewig in sich ungeteilt…….

 

Dante Alighieri, „Die Göttliche Komödie – Paradies 13. Gesang

 

Literaturquellen:

Louis Charpentier „Die Geheimnisse der Kathedrale von Chartres“

Blanche Merz „Orte der Kraft“

Bildband: „Chartres Lauschen mit der Seele“

 

 

Sach- und Lachgeschichten für Eingeweihte, Eingebildete und solche, die es gerne werden wollen.......

 

         Eso-Quiz

 

 

Was ist der unsterbliche Teil des Menschen?

a)  Person   b)  Ego   c)  Mahamanvantara

Als was wird die männliche göttliche Kraft im Universum auch bezeichnet?

a)  Svara   b)  Tamas   c)  Hyperborea

Was ist ein anderes Wort für die Schöpfung des Logos?

a)  Kreativität   b)  Gottesdank   c)  Offenbarung

Welcher Begriff kann mit "göttlicher Weisheit" übersetzt werden?

a)  Philosophie   b)  Avidia   c)  Theosophie

Was ist eine andere Bezeichnung für die Lehre vom sittlichen Wollen und Handeln des Menschen in verschiedenen Lebenssituationen?

a)  Ästhetik   b)  Ethik   c)  Karawanserei

Was ist eine der drei Eigenschaften von Prakriti und somit eines der Gunas?

a)  Rajas   b)  Tattwa   c)  Purusha

Wer war über viele tausend Jahre eine Repräsentantin der Kraft der "Mutter der Welt" auf der Erde?

a)  Isis   b)  Bethelda   c)  Aphrodite

Wie heißt die Energieform, die unser Planet im Erdinneren selbst herstellt?

a)  Prana   b)  Kundalini   c)  Messmerismus

Die Anfangsbuchstaben der richtigen Antworten ergeben zusammengesetzt das Lösungswort! Viel Spaß!

 

 

Hast Du schon gehört, dass.........

  • Devas keine Kräfte herstellen, sondern nur komprimieren und weiterleiten?
  • Städte bekanntlich in Richtung Westen wachsen?
  • Chartres die einzige jungfräuliche französische Kathedrale ist, da in ihr nie jemand beerdigt wurde?
  • Der National-Deva als Ausdruck des gesamten und individuellen Nationalkarmas gesehen werden kann, welches er in sich aufnimmt und verkörpert?
  • Der Gegenpart zur „Mutter der Welt“ Purusha oder auch Svara genannt wird? Das bedeutet „der göttliche Atem“, symbolisiert durch den kosmischen Caduceus (Hermesstab), durch die Seele des Osiris, den Erzengel Gabriel und durch andere höhere Wesen. Es ist die Quelle, welche die Schöpfung hervorbringt.
  • der gothische Stil  viele fundamentale Wahrheiten ausdrückt? Der Grund hierfür liegt in der  Inspirierung von Künstlern und Architekten während des Mittelalters durch Wesen des Deva-Reichs.
  • gegen Ende des 11. Jahrhunderts in Cluny/Frankreich die Zisterzienser-Mönche entdeckten, dass Spitzbögen eine physiologische Wirkung auf den menschlichen Körper haben? Unter Spitzbögen richtet sich der Mensch auf, wodurch durch die Gothik die Erkenntnis der Gleichheit unter den Bürgern gefördert wurde.

 

 

 

 

 

 

Tratsch im Treppenhaus des Universums:

Zwei Jungfraumonaden bei der Arbeit

 

„Hi Moni!“

„Hi Mona!“

„Was macht die Arbeit?“

„Heute ist der Sortiertag für  orange Steinbockmonaden.“

„O, nein, nicht schon wieder!“

„Immer schön ans Dharma denken! Ooooohmmm. Willst Du wohl ins orange Körbchen gehen?! Verdammt wieder von der Schippe gesprungen, einfach zu viel Temperament diese Orangen!“

„Nur die Steinbockmonaden, meine Liebe, das sind die schlimmsten Monaden im gesamten Tierkreis! Wenn ich da an die schnieke orange Skorpionmonade denke, mit dem devischen Blick und den wehenden Haaren……“

„Mooona, jetzt hast Du schon wieder eine solare Monade zu den hellblauen Jupitermonaden gesteckt! Du sollst sie einsammeln und sortieren! Gott sei Dank, dass wir zur „Samenabteilung“, der Vorsortierung gehören und nicht zu der „Wurzelabteilung“, die die Monaden auf den Absprung in die nächste Inkarnation vorbereiten.“

„Relax, Moni, so kommt bei den Jupitern endlich mal richtig Schwung in die Bude. Außerdem sind wir Jungfraumonaden unfehlbar, wie Du weißt.“

„Das galt aber nur, bis Du Dich hierher evolutioniert hast. Ferner weißt  Du ganz genau, dass die Skorpione der „Weißen Bruderschaft“, zu der Meister Serapis, vom 4. Strahl zufällig auch gehört, immer mit einem Bein in der Materie hängen. Sie müssen sich doch um ihre Steinbockschüler kümmern. Generell sind die Skorpione mit ihren 7 Aufgabenmöglichkeiten, wovon die der Menschheitsdiener nur eine ist, viel zu beschäftigt, um sich von Dir ablenken zu lassen!“

„Ja, ja – O, schau doch nur die knuddeligen Wassermannmonaden. Gutschi, gutschi, gutschi……..“

„Mooona, sortiere endlich die Gartenelfen ein und vergiss die Gnome nicht wieder!“

„Ach, das Pflanzenreich ist im Vergleich zu den anderen schon so weit fortgeschritten, dass sie fast allein ins Körbchen springen. Autsch!!!“

„So viel zu den salamandrischen Wassermannmonaden. Immer für eine Überraschung gut!“

„Bla, bla, bla……. Achtung Dünger von links!!!!“

„Ah, schon wieder eine Waageanfängerin. Hat wohl vergessen, ihr Zielwasser zu trinken!“

„Sei gerecht Moni. Erinnere Dich an unsere Waagezeiten.“

„Bloß nicht!“

„Ständig Gießkannen schleppen und junges Gemüse düngen!“

„Es gibt Berge über die man hinweg muss, sonst geht der Weg nicht weiter…..“

„Hinterher ist man immer klüger. Wobei ich gestehen muss, dass es eine wahre Freude war, als Waagemonade die kleinen Ego-Lotusblüten anzuschauen und ihre Tugenden zu hegen und zu pflegen.“

Alle meine Entchen, schwimmen auf dem See, Köpfchen in das Wasser…...“

„Hast Du das gehört Moni?“

„Ja, ja, mal wieder etwas Knuddeliges. Dieses Mal ein paar Schützemonaden, deren Gruppenseele gerade Tieftauchen im Tümpel übt. Heute verrückt nach Enten-Gruppendevas, gestern waren es noch die Goldhamster-Gruppendevas. Komm endlich in die Puschen Mona!“

„Okay, Du brüllst schon fast so laut wie die Löwemonaden.“

„Mona-Baby, was denkst Du, wohin unsere evolutionäre Reise geht?“

„Na ja, die Kraft des Logos auszuposaunen, ist ja ganz nett. Ich dagegen würde die Löwemonaden viel lieber überspringen und gleich zur Krebsmonade entwickeln wollen.“

„Krebse? Die laufen doch rückwärts. Der größte Teil von denen ist doch schon längst weg. Es sind doch nur noch ein paar Nachzügler vorhanden.“

„Findest Du nicht, dass ich mich hervorragend als Nachzüglerin eignen würde? Außerdem sind sie als außergewöhnlich reife Wesen etwas Besonderes, und wir können froh sein, dass einige es mit uns aushalten.“

„Wo Du recht hast, hast Du recht. Ich persönlich finde ja die Aufgabe der Zwillingemonaden viel interessanter. Das sind die ICEs der Universen. Immer zur Stelle, wenn das Dharma zu sehr aus dem Rahmen zu fallen droht und das auch noch im Doppelpack. In der Vergangenheit haben sie denen auf der Erdenkette sogar schon mal den Hintern gerettet.“

„Nee, dass sind ja die idealen Kandidaten für ein metaphysisches Schleudertrauma. Ob’s auch intergalaktische Physiotherapeuten gibt?“

„Mona, wo bleibt Dein Respekt?“

„Wie wärs denn mit den Stiermonaden? Dann wärst Du derzeit arbeitslos und hättest viel Zeit zum Monadenkuscheln.“

„Hast Du gehört, dass die Widdermonaden charakteristisch für die Einheit stehen und sich überwiegend im Astralkörper  des Sonnenlogos aufhalten?“

„Nee, aber wenn wir erst da oben sind, meinst Du, dann haben wir noch etwas zu beschwatzen?“

„Hmm, weiß nicht. Aber stell ich mir schon ziemlich eintönig vor, nichts weiter als Einheit. Keine einzufangenden Steinböcke oder zielunsichere Waagen mehr.“

„Da lob ich mir die Fischemonaden. Die sind wenigstens zuständig für die Kommunikation zwischen dem Astral- und dem physischen Körper des Sonnenlogos.“

„Du, Moni, wenn ich da oben angelangt bin, denkst Du, dann spielt der Logos mal ne Runde Schach mit mir?“

„Mooona!!! Grüne Egos gehören nicht in den gelben Eierkarton! Mannoh. Wo bist Du nur wieder mit Deinen Gedanken?“

„Auf der Anupadaka-Ebene, wo sonst????!!!!!!!“

 

 

Ei der Daus !!!

 

 

 

 

 

 

Texte:

Die Sumpfdistel & Gelbe Rübe

Foto: "Keimendes Licht" mit freundlicher Genehmigung von Dr. Jürgen Schwalm, Lübeck

Fotos "Das Wunder der Geburt und die Weltenmutter" und "Die Weltenmutter" aus dem Buch "Die Engel und die Entwicklung des Lebens (Kingdom of the Gods)" von Geoffrey Hodson mit freundlicher Genehmigung von Dr. Peter Michel, Aquamarin-Verlag, 85567 Grafing

 

Sonstige Fotos: Andrea Eggers

Copyright: siehe Impressum

 

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