"Erkenne dich selbst" - Stufen der Evolution

 

 

Quelle allen Seins

Das Universum und sein Schöpfer - Gott oder der SONNENLOGOS (von griechisch „Logos“ = „das Wort“) - ist seiner Essenz nach geistiger Natur. Sämtliche materiellen Erscheinungsformen, Phänomene des Lebens, Materien und Energien sind Ausdruck oder Emanation der einen geistigen Quelle, die selbst nicht erkannt oder definiert werden kann. Vorstellen können wir uns Gott oder den SONNENLOGOS als einen universellen, unendlichen, lebendigen, schöpferischen Geist. 

Bei allen Wahrnehmungen mittels unserer empirischen fünf Sinne müssen wir davon ausgehen, dass wir mit ihnen lediglich die Peripherie der Schöpfung, also nur einen Bruchteil des Ganzen, erfassen können. Als Durchschnittsbürger nehmen wir also jeweils nur die physische Form eines Lebensquantums wahr. Das beseelende Leben hingegen ist feinstofflicher Natur und entzieht sich zunächst unserem Wahrnehmungsvermögen.

Lebensessenz und Lebensform

Um das vielfältige Leben auf der Erde, (sowohl unser Heimatplanet als auch das Universum selbst sind jeweils lebendige Organismen) zu verstehen,  müssen wir grundsätzlich unterscheiden zwischen der im Aufstieg befindlichen Lebensessenz (auch "Lebensquantum" genannt)  und ihrer jeweiligen vorübergehenden sterblichen Behausung oder Lebensform. Niemand käme auf die Idee, einen Menschen mit dem Haus, in dem er wohnt, zu verwechseln. Aber genau das passiert uns, wenn wir uns auf unseren physischen Körper reduzieren bzw. uns mit ihm gleichsetzen.

Bevor wir die menschliche Entwicklungsstufe erreichten, hatte unser Lebensquantum bereits die unteren drei Naturreiche durchlaufen. Jede Lebensessenz, die der menschlichen Entwicklungslinie folgt, sammelte ihre ersten Erfahrungen im Mineralreich.  Um keine Verwirrung zu stiften, wollen wir an dieser Stelle auf die Involution (von lat. „involvere“ = „einrollen“) als Vorstufe der Evolution nicht näher eingehen.

Mineral

Sämtliche Lebensquanten, die das Mineralreich beseelen, besitzen einen physischen Körper (in der Grafik links schwarz). Ihre von der Evolution vorgegebene Aufgabe besteht darin, durch Erfahrungen in ihrem Bereich – z.B. durch Witterungsschwankungen etc. - den nächst höheren Bewusstseinträger auszubilden: den Ätherkörper (in der Grafik links orange gestrichelt).

Der ätherische Bereich gehört zur Physis und besteht aus vier schwingungsmäßig voneinander zu unterscheidenden Ebenen oder Materiezuständen, die wie folgt bezeichnet werden (von unten nach oben): ätherisch, überätherisch, unteratomisch, atomisch.

Die drei niedriger schwingenden Ebenen der Physis, die wir mit unseren fünf Sinnen wahrnehmen können, kennen wir als die sogenannten „Aggregatzustände“ (von unten nach oben): fest, flüssig, gasförmig.

Ein zum Mineralreich gehöriges Lebensquantum – als die am weitesten entwickelten Vertreter in diesem Bereich gelten die Edelsteine - besitzt folglich

  • einen physischen Körper
  •  einen Ätherkörper im Ansatz

Pflanze

Hat ein Lebensquantum im Mineralreich ausgelernt, so erfolgt seine Versetzung ins Pflanzenreich. Damit besitzt es einen voll funktionstüchtigen Ätherkörper (in der Grafik links orange), der die Pflanze insbesondere für „Lichtnahrung“ qualifiziert. Nun besteht ihre Evolutionsaufgabe darin, auch emotional empfindungsfähig zu werden, also einen Astralkörper (in der Grafik links lila gestrichelt) auszubilden. Ist das einem Baum als höchstem Vertreter des Pflanzenreichs im Ansatz gelungen, so zieht seine Lebensessenz wiederum um und beseelt künftig ein Tier – z.B. einen Igel oder einen Hasen.

Eine Pflanze besitzt demzufolge

  • einen physischen Körper
  • einen Ätherkörper
  • einen Astralköper im Ansatz

Tier

Wenn ein Lebensquantum im Pflanzenreich keine höher führenden Erfahrungen mehr machen kann, wird es ins Tierreich versetzt und besitzt damit einen voll funktionstüchtigen Astralkörper (in der Grafik links lila), der es empfindungsfähig macht und ihm Emotionen ermöglicht. Im Tierreich besteht seine Evolutionsaufgabe nun darin, im Ansatz einen Mentalkörper (in der Grafik links gelb gestrichelt) auszubilden, was wiederum durch Erfahrungen in den bereits eroberten Evolutionsbereichen  geschieht.

Ein Tier besitzt also

  • einen physischen Körper
  • einen Ätherkörper
  • einen Astralkörper
  • einen Mentalkörper im Ansatz

Bis zu dieser Evolutionsstufe gehören sämtliche Lebensquanten zu Gruppen- oder Kollektivseelen, d.h. aus einer gemeinsamen Gruppenseele (Deva) gehen – je nach Tierart und Lebensumständen auf der Erde – diverse Vertreter dieser Tiergattung hervor. Eine Gruppenseele „Hund“ kann z.B. 10 bis 20 Tiere hervorbringen (siehe Grafik unten).

 

Individualisierung

Ist der inzwischen erworbene rudimentäre Mentalkörper eines Tieres so weit entwickelt, dass sich ein Lebensquantum durch eine mentale „Sonderleistung“ –  wenn ein Hund z.B. erkennt, dass sein Mensch zu ertrinken droht und ins Wasser springt, um ihn zu retten (es gibt viele Möglichkeiten) -  von ihm abspalten kann, so individualisiert sich das Tier. Beim Abspalten seines Lebensquantums von der gemeinsamen tierischen Gruppenseele kommt aus der göttlichen Quelle ein Strahl hinzu, so dass sich ein menschlicher Kausalkörper als künftiger Speicher für zu erwerbende unsterbliche Eigenschaften bildet. Als Sprungbrett für diese Evolutionsstufe gelten die höheren Säugetiere - z.B. Ziege, Rind, Elefant, Affe, Pferd, Hund und Katze.

Individualisierung muss nicht zum Tode des betreffenden Tieres führen, sondern bedeutet lediglich, dass die nächste Inkarnation nicht mehr im Tierreich, sondern zum ersten Mal als (primitiver) Mensch erfolgt. Der Evolutionssprung von der Gruppen- zur Individualseele ist gelungen.

Zurzeit, so heißt es, sind Erstinkarnationen von individualisierten Tieren im Menschenreich nicht möglich, da keine entsprechend primitiven menschlichen Lebensformen vorhanden sind. Bis zu ihrer ersten menschlichen Inkarnation müssen solche dem Tierreich entwachsenen Individualseelen demzufolge warten, bis die Tore zwischen dem Tier- und Menschenreich wieder geöffnet sind.

Der bei der Abspaltung von der Gruppenseele entstandene Kausalkörper fungiert – wie bereits oben erwähnt - als Speichermedium für sämtliche in Folgeinkarnationen zu erwerbenden Eigenschaften, die dem göttlichen Vorbild entsprechen.

Jeder Mensch tritt seine Laufbahn als „Rohdiamant“ an, und im Laufe seiner vielen Inkarnationen wird aus  diesem  Rohedelstein ein  funkelnder Brillant, der mit seinen  sämtlichen Facetten das göttliche Licht widerspiegelt. Negatives wird im Kausalkörper nicht festgehalten, sondern der jeweilige Speicherraum bleibt zunächst leer, bis er später mit entsprechenden Eigenschaften aufgefüllt worden ist. Auf späterer bereits sehr hoher Entwicklungsstufe wird auch dieser Kausalkörper wieder aufgegeben, und sein Inhalt kommt der gesamten Schöpfung zugute.

 

Der Mensch

Beim Menschen – wohlgemerkt, inzwischen ein Individuum und nicht länger Teil einer Gruppenseele - ist zu unterscheiden zwischen

  • seinem Ego oder Höheren Selbst (unsterblich)
  • und seiner Person      (sterblich)

Das unsterbliche Ego oder Höhere Selbst eines jeden Menschen ist Abkömmling seines göttlichen Funkens (Monade – in der Grafik auf der nächsten Seite als roter Stern gekennzeichnet). Der göttliche Funke verhält sich zu Gott oder dem Sonnenlogos wie ein Funke zum Feuer oder ein Tropfen zum Meer.

Die Monade steigt in drei Aspekten (Atma, Buddhi, Manas) in schwingungsmäßig niedrigere Ebenen ab und bildet dort das Ego oder Höhere Selbst aus (siehe Grafik rechts). In diesen rein geistigen Welten ist der Tod unbekannt, d.h. das Ego oder Höhere Selbst ist unsterblich und kann als eine Art „Keimzelle“ für immer höhere Entwicklung betrachtet werden.

Bewusstsein entsteht durch Reibung oder Auseinandersetzung mit Materien verschiedener Frequenzen. Deshalb unterliegt der Mensch dem Reinkarnationszwang und bildet für jede seiner Inkarnationen eine neue sterbliche Person aus, in die das Ego oder Höhere Selbst schlüpft, wie z.B. ein Bühnenkünstler in ein vierfaches Kostüm. Die Person – das Kostüm – besteht aus folgenden vier schwingungsmäßig unterschiedlichen „Gewändern“ (von oben nach unten):

  • Mentalkörper   - hier ist der menschliche Verstand angesiedelt, er macht den Menschen denkfähig und vernunftbegabt und ist sein höchstes Werkzeug
  • Astralkörper – der Bereich der Gefühle und Emotionen
  • Ätherkörper – der Sitz des Temperaments und Vital- und Regenerationskräfte
  • grob-physischer Körper

Jede Regung in den genannten Bereichen modifiziert die menschlichen fein-stofflichen Körper in Form und Farbe und gleichfalls das jeweilige Umfeld, d.h. der Mensch „sendet“ oder „strahlt aus“ wie jeder andere Energiefokus auch und beeinflusst damit sein Umfeld. Insofern ist jeder Mensch für seine Bewegungen im Denken, Fühlen und Handeln verant-wortlich und wird mit den Folgen daraus in seinem künftigen Schicksal konfrontiert. Gedanken und Gefühle sind ansteckend. Also ist auch im Eigeninteresse Vorsicht geboten!

 

Unbeschriebenes Blatt?

Beim Zeugungsakt wird die Schwingungsbrücke (auch „Silberschnur“ oder „Lebensfaden“ genannt) zwischen dem inkarnationsbereiten Ego oder Höheren Selbst und der Eizelle im Leib der künftigen Mutter angeknüpft. In den ersten Schwangerschaftsmonaten befindet sich die an den Fötus gekoppelte Seele außerhalb ihrer werdenden Behausung, ab dem vierten Monat wird der Verbund enger, bis das reinkarnierende Ego den Körper des nun fast fertigen neuen Erdenbürgers ganz in Besitz nimmt und für dessen Lebensspanne mit ihm verbunden bleibt.

Kein neugeborener Mensch ist ein „unbeschriebenes Blatt“, sondern hat bereits eine lange Evolutionsreise und viele menschliche Inkarnationen hinter sich.  Das auf ihn überkommene Erbe seiner Eltern besteht lediglich im Bereich der Physis (grob-physisch und ätherisch), sämtliche astralen und mentalen Eigenarten werden nicht vom Elternpaar vererbt sondern haben sich in Vorinkarnationen ausgeformt, d.h. jeder reinkarnierende Mensch tritt das Erbe seiner eigenen Erfahrungen und Verhaltensweisen in der Vergangenheit an und bringt seinen ureigenen Charakter mit in die neue Verkörperung. Die Zusammensetzung der Partikel der feinstofflichen Körper seiner Person richtet sich nach in den sogenannten permanenten Atomen gespeicherten Informationen aus Vorinkarnationen. Jeder zur Person gehörige Körper besitzt einen „Chef“ oder permanentes Atom (in der Grafik „Die geistige Anatomie des Menschen" als blaue Punkte gekennzeichent). Diese permanenten Atome sind Speichermedien hinsichtlich aller im jeweiligen Bereich gemachten Erfahrungen.

Fortschritt! – oder warum inkarniert der Mensch?

Evolution vollzieht sich langsam. Jedes Lebensquantum, also auch die Individualseele,  reinkarniert, um Fortschritte zu machen und dem göttlichen Ideal immer ähnlicher zu werden. Jeder Mensch kommt mit einem Lebensauftrag  (Sanskr. „Dharma“)  auf die  Welt,  um  seinen  nächsten Entwicklungsschritt zu vollziehen. Um die Stufe der menschlichen Vollkommenheit zu erreichen, werden Hunderte von Inkarnationen benötigt. Als Richtwert gilt eine Zahl von plus/minus 700 Inkarnationen, bevor sich ein Mensch überhaupt für spirituelle Dinge zu interessieren beginnt. Ca. 70 weitere Inkarnationen, so heißt es, benötigt er bis zum Erreichen der menschlichen Vollkommenheit. Weitere 7 Inkarnationen erfolgen als Opfer oder Rückvergütung der aus höherer Quelle empfangenen Entwicklungshilfe an Nachfolgende. Mit dem Erreichen der menschlichen Vollkommenheit erlischt der Zwang zur Wiedergeburt. Sollten es künftige Aufgaben erfordern, ist Reinkarnation jedoch nach wie vor möglich. Die Entwicklung endet natürlich auch mit dem Erreichen der menschlichen Vollkommenheit nicht, sondern vollzieht sich zu immer höheren geistigen Höhen gemäß dem vorgegebenen göttlichen Ideal. „Und Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde“ (Gen. 1.27)  heißt es diesbezüglich in der Bibel.

Ursache und Wirkung (Karma)

Die Gesetzmäßigkeiten eines lebendigen Organismus wie die eines Universums einschließlich seiner sämtlichen Lebensformen sind von seinem Schöpfer, dem SONNENLOGOS oder Gott, vorgegeben. Hier gelten ausschließlich SEINE Vorgaben, SEIN Plan. Um die Stabilität des gesamten komplexen Systems zu gewährleisten, muss es sich in Balance befinden. Das heißt, dass auf jede Aktion eines der am „großen Spiel des Lebens“ Beteiligten – egal, in welchem Bereich – eine Reaktion erfolgen muss, um jeweils den Ausgleich zu schaffen. Das regelnde Gesetz kennen wir als jenes von „Ursache und Wirkung“, auch „Karmagesetz“ (Sanskr. „Karma“ = „Tat“) genannt.

Sämtliche Bewegungen sämtlicher Lebensquanten/-formen in den verschiedenen Bereichen ihres Bemühens werden, so heißt es, im „Buch des Lebens“ aufgezeichnet. Das „Buch des Lebens“ ist die Akasha-Chronik, die wir uns so vorstellen können, wie die Festplatte eines lebendigen Computers. Diejenigen, die diese Chronik führen, tragen die Amtsbezeichnung „Lipikas“.  Sie sind die „Schreiber“ im Universum und fungieren auch als  „karmische Berater“ hinsichtlich  der  Folgeinkarnation eines Menschen – z.B. hinsichtlich der Wahl der Nation, Eltern oder  Lebensumstände.

Wofür immer ein Mensch eine Ursache setzte, holt ihn die Wirkung unweigerlich ein. Das kann entweder unmittelbar der Fall sein oder auch später bzw. erst in einer Folgeinkarnation. Das jeweilige Schicksal (von lat. „Salus“ = „Heil“,  also „geschicktes Heil“) eines Menschen ist die ihm präsentierte Summe seines Verhaltens im Denken, Fühlen und Handeln in der Vergangenheit bzw. in Vorinkarnationen. Jeder Mensch webt unaufhörlich am Webstuhl seines Schicksals. In sein persönliches Muster knüpft er auch die Fäden anderer Menschen mit hinein, so dass karmische Verflechtungen entstehen, die eine Wiederbegegnung in Folgeinkarnationen  bewirken bzw. zwecks Ausgleichs nötig machen.

Grundsätzlich gilt: Alles, was sich unter der Sonne begegnen soll oder geschehen muss, begegnet sich oder geschieht zu genau der richtigen Zeit am richtigen Ort.

 

…… und wenn der Mensch stirbt?

Sterblich ist nur die Person eines Menschen, nicht jedoch das Ego oder Höhere Selbst, das er  ist. Seine erworbenen Charaktereigenschaften nimmt er mit hinüber in die feinstofflichen Welten und bei seiner nächsten Inkarnation wieder mit in die äußere Welt hinein, um weiter auf dem Pfad des Lebens Fortschritte zu machen.

Tod bedeutet das Reißen der Schwingungsbrücke (Silberschnur/Lebensfaden), die seinen physischen Körper mit seinem Ego oder Höheren Selbst verbindet. Kann ein Mensch reanimiert werden, so bedeutet das, dass er noch nicht tot war. „Hirntod“ ist nicht mit „Tod“ gleichzusetzen. Bei der Diagnose „Hirntod“, einer Erfindung der Medizin zwecks Organentnahme aus dem Körper eines Sterbenden, ist die Schwingungsbrücke noch intakt. Organspendebereitschaft bedeutet Zustimmung, lebendig ausgeschlachtet zu werden!

Im  Falle  eines  Todes  unter  normalen  Umständen  (im Gegensatz zum Versterben bei Unfällen etc.)  benötigt der geistige Mensch einige Zeit, um sich von der Physis zu lösen. Nachdem die Schwingungsbrücke gerissen ist, kann der Ablöseprozess bis zu 36 Stunden dauern,  so dass bei einem Sterbenden einfühlsam herausgefunden werden muss, ob ihm z.B. Berührung gut tut oder eher nicht. Der letzte einem Sterbenden schwindende Sinn, so heißt es, sei das Gehör, so dass er durch Ansprache noch erreichbar ist.

Beim Sterbevorgang verlagert sich der Bewusstseinsbrennpunkt eines Menschen in den Astralbereich, während auf dem Sterbebett der physische und der Ätherkörper zurückbleiben. Der physische Körper beginnt unmittelbar nach dem Auszug des Egos mit seiner Auflösung. Der Ätherkörper kann noch eine Zeitlang als leere Hülle weiterexistieren und sogar Spukphänomene auslösen. Deshalb empfiehlt sich nicht nur aus hygienischen Gründen eine Feuerbestattung, durch die auch der Ätherkörper unmittelbar aufgelöst wird.

Wie jede andere der feinstofflichen Ebenen auch, besteht die Astralwelt aus sieben von ihrer Schwingungsfrequenz her unterschiedlichen Bereichen. Beim Ablegen seiner sterblichen Hülle erlebt der Durchschnittsbürger gewöhnlich die Begegnung mit einem „Empfangskomitee“ seiner ihm vorausgegangenen Lieben. Danach findet normalerweise ein dreitägiger Anpassungsschlaf statt. Anschließend erwacht der Mensch auf jener Astralebene, die der äußeren Hülle seines Astralkörpers schwingungsmäßig entspricht. Beim Sterbevorgang haben sich die Partikel des Astralköpers so umsortiert, dass die feineren innen, die gröberen außen zu liegen kamen.

Der Grund für die Umsortierung der astralen Partikel ist das astrale permanente Atom, das als eine Art „Chef“ in diesem Bereich fungiert und möglichst lange verhindern möchte, dass sich der Astralkörper auflöst, weil die Auflösung auch das Ende seiner Inkarnation bedeutet. Im Laufe der Zeit jedoch bröckelt die Oberfläche des Astralkörpers immer mehr ab, und feinere Partikel kommen zum Vorschein. Einher damit geht auch eine Veränderung der Lebensumgebung des Verstorbenen. Gemäß der äußeren Hülle seines Astralkörpers, mittels der der neue Bewohner der Astralwelt auch seine jeweilige Umgebung wahrnimmt, erlebt der verstorbene Mensch „sein persönliches Jenseits“.

Nach längerem Aufenthalt in der Astralwelt – wobei zu berücksichtigen ist, dass Zeit in den feinstofflichen Reichen keinerlei Bedeutung hat – erfolgt der sogenannte zweite Tod, d.h. der Astralkörper wird abgeworfen, und der Bewusstseinsbrennpunkt des Menschen verlagert sich in den niederen Mentalbereich. Dieser Bereich wird in der Bibel als „Paradies“ bezeichnet, weil der Mensch hier erntet, was immer er an dem göttlichen Ideal entsprechenden Dingen erobert hat. Der Aufenthalt in diesem Bereich – im spirituellen Vokabular „Devachan“ (Sanskr. = „Gottesgebiet“) genannt - dauert beim Durchschnittsbürger gewöhnlich nach irdischer Rechnung mehrere hundert Jahre, bis es zur erneuten Inkarnation kommt, um den jeweiligen Evolutionsweg eines Egos fortzusetzen.

Himmel oder Hölle?

Der kluge Mensch überschreitet die Schwelle des Todes gedanklich bereits zu „Lebzeiten“. Viele Male vorher hat er den Wechsel von einer Seite des Daseins zur anderen bereits vollzogen. Leben und Tod sind zwei Seiten derselben Medaille und keineswegs Gegensätze. Tod ist das Gegenteil von Geburt,  nicht jedoch von Leben! Auf der anderen Seite des Daseins gibt es weder einen strafenden Gott noch einen Teufel samt ewigem Höllenfeuer zu fürchten! Das, was manche Menschen für ein nachtodliches „Strafgericht“ halten, ist in Wirklichkeit die Selbstkonfrontation der unsterblichen höheren Komponenten des Menschen mit seinen sämtlichen Taten im Bereich des Denkens, Fühlens und Handelns während der vergangenen Lebensspanne. Dabei – so heißt es – durchlebe der Mensch die jeweiligen auf Erden erfahrenen Situationen nicht nur aus seiner eigenen, sondern auch von der Warte  der jeweils anderen Beteiligten aus. Das kann natürlich durchaus als „unangenehm“ oder schmerzhaft empfunden werden.

 

Fassen wir zusammen:

  • Hat der Mensch eine unsterbliche   Seele?

Nein, er   i s t   eine unsterbliche Seele, „Ego“ oder „Höheres Selbst“ genannt.

  • Kommt der Mensch als „unbeschriebenes Blatt“ auf die Welt?

Nein, sondern als durch viele Vorinkarnationen erfahrene Seele

  • Kommt der Mensch mit einem Lebensauftrag auf die Welt?

Ja, jeder Mensch bringt seinen persönlichen Lebensauftrag (Sanskr. „Dharma“ = „Gesetz, Recht, Ethik“ etc.) mit in die Inkarnation, um die nächste Etappe auf seinem Evolutionsweg erfolgreich bewältigen zu können.

  • Kann der Mensch sich weigern, wiedergeboren zu werden?

Nein, der Reinkarnationszwang ist gemäß den göttlichen Gesetzen vorgegeben und erlischt erst mit dem Erreichen der menschlichen Vollkommenheit.

  • Kann der Mensch als Tier wiedergeboren werden?

Nein, denn das wäre vom Standpunkt der Evolution aus Rückschritt. Im Gegensatz zu Tieren ist der Mensch bereits ein Individuum.

  • Ist der Mensch Urheber seines eigenen Schicksals?

Ja, einzig und allein er selbst gestaltet und bestimmt sein Schicksal durch sein Denken, Fühlen und Handeln. Auf jede Aktion erfolgt eine Reaktion im Universum.

  • Erlischt das menschliche Bewusstsein mit dem Tode?

Nein, Bewusstsein ist kein Produkt des physischen Gehirns! Beim Tode verlagert sich der Bewusstseinsbrennpunkt des Menschen in den Astralbereich, die Welt der Gefühle und Illusionen, später in den Mentalbereich.         

  • Ist der Mensch die „Krone der Schöpfung“?

Nein, lediglich Glied im Mittelfeld einer Evolutionskette.

  • Ist der Mensch entwicklungstechnisch sich selbst überlassen?

Ja und nein. Hat sich der Mensch durch Arbeit am eigenen Charakter und ethische Lebensführung qualifiziert, empfängt er verstärkt Hilfe aus höherer Quelle, um für höhere Aufgaben tauglich zu werden.

  • Entwickelt sich der Mensch immer weiter?

Ja, nach oben ist die Skala offen: Ziel ist, gottähnlich zu werden. So wie z.B. in einem Apfelkern sämtliche Entwicklungsstadien des künftigen Baums angelegt sind, ist es auch beim Menschen; es geht um die Entfaltung des ihm innewohnenden geistigen Potentials.  Was das wirklich bedeutet, entzieht sich jedoch menschlicher Vorstellungskraft und Beurteilung.

 

Dreimal ergeht der Ruf an den Pilger auf dem Pfad des Lebens:

„Erkenne dich selbst“ - „Erkenne das Selbst“ - „Erkenne den Einen“        (Der Tibeter)

 

„Die Kunst des Lebens ist,

seinen eigenen Weg zu finden,

und sich nicht an den Wegweisern zu verlaufen.“

Christian Ehmann

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„Erkenne dich selbst“  (gr. „Gnothi seauton“)   Inschrift  am Apollo-Tempel  von  Delphi

 

 



Dieser Text steht als Heft (Din-A-4 quer, vier Seiten doppelseitig bedruckt) eingerichtet zum Download bereit (siehe Downloads).

 

 

 

 

 

 


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