“Nimmer vergeht die Seele,

vielmehr die frühere Wohnung

tauscht sie mit neuem Sitz

und lebte und wirkt in diesem.

Alles wechselt, doch nichts geht unter.”

Pythagoras

Kämest du auf die Idee, das Programm, das du verfolgst, mit deinem TV-Gerät gleichzusetzen? Natürlich nicht! Das Ausschalten deines Fernsehempfängers hat keinerlei Einfluss auf das laufende Programm. Genauso verhält es sich mit dir als unsterblicher Seele (auch „Ego“ oder „Höheres Selbst“ genannt) und deinen sterblichen Bewusstseinsträgern oder Körpern, zusammengenommen als „Person“ bezeichnet.

Das Universum als Lebens- und Entwicklungsgrundlage sämtlicher Energiequanten oder Lebensformen ist seiner Essenz nach geistiger Natur. Es differenziert sich jedoch immer weiter in gröbere Materienzustände hinein und nimmt als letzten „Schleier“ auch ein physisches Gewand an. Nach dem Analogiegesetz „wie oben, so unten, wie innen so außen“ verhält es sich mit sämtlichen Bewohnern oder Lebensformen, also auch mit dir, genauso.

Du bist eine unsterbliche Seele. die vor vielen vorausgegangenen Inkarnationen die Entwicklungsstufe „Mensch“ erreicht und damit einen Kausalkörper ausgebildet hat. Dein Kausalkörper ist das Sammelbecken für sämtliche mit deiner Entwicklung einhergehenden „Errungenschaften“ unsterblicher Art – solcher also, die dem göttlichen Ideal entsprechen.

Als sich diesmal dein Aufenthalt in den Himmelswelten (Devachan) wieder einmal seinem Ende zuneigte und du dich auf eine weitere Verkörperung vorbereitetest, erfolgte eine sorgfältige Abwägung und Auswahl der für deine Fortentwicklung nötigen Lebensumstände, wozu auch die Wahl deiner Eltern gehörte. Hinsichtlich der zu treffenden Entscheidungen warst du jedoch nicht auf dich selbst gestellt, sondern die „Lipikas“ (Herren des Karmas) wählten für dich genau diejenigen irdischen Lebensumstände aus, die deine Fortentwicklung bestmöglich begünstigen.

Bei deiner Zeugung bist du als unsterbliche Seele mittels einer Schwingungsbrücke (auch „Silberschnur“ genannt) mit einer Eizelle deiner zukünftigen Mutter verknüpft worden. Du spürtest den Verbund, betrachtetest jedoch den Haufen von physischen Zellen, der sich nach dem zugrunde liegenden ätherischen Modell unaufhörlich zu teilen begonnen hatte, zunächst noch von außerhalb. Erst ab dem vierten Schwangerschaftsmonat wurde die Verbindung zwischen deiner Mutter und dir immer enger, bis du dich letztendlich durchgehend räumlich innerhalb ihres Leibes aufhieltest. Bald darauf erfolgte deine physische Geburt.

Deine Eltern sind keine dir fremden Personen, sondern du kennst sie höchstwahrscheinlich aus Vorleben, wobei die jeweiligen Verwandtschafts- oder Freundschaftsgrade zu anderen Zeiten völlig anders aussahen.

Um die „Erde“ genannte Bühne wiederum zu betreten, benötigtest du ein irdisches Gewand vierfältiger Natur. Zur Entwicklungsstufe „Mensch“ gehören als Standardausrüstung für eine Inkarnation folgende Körper oder Bewusstseinsträger (von unten nach oben): physischer Körper, Ätherkörper, Astralkörper, Mentalkörper, zusammengenommen als „Person“ bezeichnet (lat. personare = „hindurchklingen“).

Die Funktionen deines physischen Körpers sind dir weitestgehend bekannt. Dein Ätherkörper speist den physischen Körper mit Vitalität; dort sind deine 7 Hauptchakren sowie deine Polarisierung angesiedelt, d.h. ob diesmal weiblich oder männlich (die Seele selbst ist geschlechtslos). Außerdem ist dein Ätherkörper der Sitz deines Temperaments.

Dein Astralkörper ist die Instanz für den Emotions- und Gefühlsbereich, während es sich beim Mentalkörper um deinen Verstand handelt, der dich zu abstraktem Denken befähigt.

Ohne deine sterbliche Person könntest Du weder deinen Lebensauftrag (Dharma) ausführen noch dein Karma bearbeiten. Deine genannten vier sterblichen Körper oder Gewänder unterscheiden sich in der Schwingungsfrequenz voneinander. Ihre Ausstrahlung über den physischen Körper hinaus bezeichnet man als „Aura“ oder „Energiefeld“.

Ob sich die vier Körper deiner Person nun aus gröberen oder feineren Partikeln zusammensetzen, unterliegt nicht dem Zufall, sondern deine Vorleben bestimmen das „Gemisch“. Arbeitest du an deinem Charakter, verfeinern sie sich sukzessive.

Beim Sterbe- oder Ablöseprozess in   deiner letzten Inkarnation wurden die Informationen hinsichtlich Beschaffenheit und Zusammensetzung deiner sterblichen Körper in den sogenannten „permanenten Atomen“ (permanent = „dauerhaft“) gespeichert. Permanente Atome kannst du dir so ähnlich vorstellen wie USB-Sticks beim Computer. USB-Sticks bewahren Informationen auch dann, wenn sie aus dem Computer ausgeworfen  wurden.

Beim Prozess deiner Reinkarnation begannen die permanenten Atome zu vibrieren und Partikel der verschiedenen Schwingungsgrade anzuziehen, die deinem Entwicklungsstand beim letzten Tode entsprachen. Das bedeutet, dass sämtliche Stärken und Schwächen, die du in diese Inkarnation mitbrachtest, kein Zufallsprodukt, sondern Ergebnis Deiner Vorinkarnationen sind. Deine Eltern vererbten dir lediglich ihre physischen Gene, zu denen auch der Ätherbereich gehört; der Entwicklungsgrad deiner emotionalen und mentalen Eigenschaften ist deine eigene Errungenschaft und kann nur durch dich selbst verfeinert werden.

Die Partikel deiner sterblichen Körper gehören zur „Involution“, haben also einen völlig anderen Auftrag als du als Seele. Insofern kommt es nicht selten zu einem Konflikt zwischen dir als Körperbesitzer und den Partikeln deiner Körper, die Bewegung und Aufregung suchen, weil sie genau dadurch lernen. Es ist müßig, sich darüber zu ärgern, weil sich besagte Partikel so und nicht anders zu qualifizieren haben. Je weiter du dich entwickelst, desto besser gelingt es dir als Seele, deine jeweilige Person unter deine Kontrolle zu bringen.

Beim physischen Tode reißt die Schwingungsbrücke („Silberschnur“) zwischen Seele und Person, und dein Bewusstseinsbrennpunkt verlagert sich in die Astralwelt. Deine untersten zwei Bewusstseinsträger (physischer Körper und Ätherkörper) benötigst du nun nicht mehr; sie lösen sich auf.

Sinn jeder deiner Inkarnationen ist, dein persönliches Karma (Sanskr. Karma = „Tat“) zu bearbeiten und dich weiterzuentwickeln. Entwicklung bedeutet Verfeinerung und zunehmende Ausrichtung nach dem jedem Lebensquantum vorgegebenen göttlichen Ideal. „Gott schuf den Menschen nach Seinem Bilde“ heißt es in der Bibel. Bis dahin ist es jedoch ein weiter Weg, der unmöglich in einem Erdenleben zu bewältigen wäre.

Sämtliche erworbenen unsterblichen Charaktereigenschaften, Talente und Gaben, die dem göttlichen Ideal entsprechen, bleiben dir für alle Zeit erhalten. Insofern empfiehlt sich, am eigenen Charakter zu arbeiten und Kreativität bei der Entfaltung seiner Anlagen zu entwickeln. Wofür du jemals eine Ursache setztest, holt dich die Wirkung zu ihrer Zeit ein. Das versteht man unter dem Karmagesetz.

Hast Du nach vielen Inkarnationen die menschliche Vollkommenheit erreicht, so endet dein Weg nicht, sondern führt dich in immer höhere Daseinsformen und befähigt dich zu höheren Aufgaben. Vergiss niemals: du bist unsterblich! Fürchte also nicht den physischen Tod, sondern plane über ihn hinaus, denn: „Tod“ ist lediglich das Gegenteil von „Geburt“, nicht jedoch von „Leben“!

 

"Erkenne deine Essenz,

und du wirst dem Ende beiwohnen, ohne zu enden."

Laotse


 

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