"Das Wahre ist das Ganze.

Das Ganze aber ist nur das durch seine Entwicklung

sich vollendende Wesen."

G.W.F. Hegel

 

Das Prinzip Gruppenseele

 

Während wir Menschen Individuen sind, d.h. einzelne unsterbliche Seelen, die zwecks Fortentwicklung auf unserem Planeten zyklisch eine Person ausbilden, gehören die Vertreter der nachfolgenden drei Naturreiche - Tiere, Pflanzen, Mineralien - jeweils zu Gruppenseelen.

Zu unterscheiden ist grundsätzlich zwischen der Lebensessenz als solcher und der Behausung oder Form, die sie während ihres Aufenthalts auf unserem Planeten bewohnt. Stirbt die Form, so bleibt die Lebensessenz unversehrt und sucht sich zyklisch eine neue Behausung zwecks Weiterentwicklung.

In den drei Naturreichen unterhalb des menschlichen herrscht hinsichtlich der Fortentwicklung immer dasselbe Prinzip: Hat ein Lebensquantum, das ein Mineral beseelte und als einzigen Bewusstseinsträger den physischen kannte, durch seine Erfahrungen im Ansatz einen Ätherkörper ausgebildet, so würde hinsichtlich seiner neuen Errungenschaft eine weitere Verkörperung im Mineralreich Stagnation bedeuten. Folglich wird es ins Pflanzenreich versetzt und beseelt forthin eine Pflanze. Vom Mineral unterscheidet sich die Pflanze also durch den hinzugekommenen voll ausgebildeten Ätherkörper. Hat ein Lebensquantum, das im Pflanzenreich im Ansatz einen Astralkörper ausbildete, in diesem Naturreich ausgelernt, wird es ins Tierreich versetzt. Das Hinzugekommene im Tierreich ist also ein voll funktionsfähiger Astralkörper, d.h. Tiere sind voll empfindungsfähig. 

Wie alles in der Natur, so sind auch die verschiedenen Naturreiche hierarchisch gestaffelt. Im Mineralreich sind Edelsteine die am weitest entwickelten Vertreter; und die höchste Errungenschaft des Mineralreiches ist Radioaktivität. Im Pflanzenreich ist es ähnlich; seine am weitesten entwickelten Vertreter sind Bäume und perennierende Sträucher. Im Tierreich ist es nicht anders, die Hierarchie zieht sich vom niederen bis hinauf zu den höchst entwickelten Säugern, von denen sich viele an der Schwelle zur Individualisierung befinden.

Das ganze Universum ist ein vor Leben pulsierender Organismus; so dass es sich auch bei der Gruppen- oder Kollektivseele nicht um etwas Statisches oder Abstraktes handelt, sondern um einen Deva, der „seine“ Einzeltiere mit Seelenessenz speist, sie von innen lenkt und leitet. Das Wort Deva stammt aus dem Sanskrit und bedeutet „Glänzender“ oder „Scheinender“. Die esoterische Tradition versteht unter „Deva“ das Mitglied einer Parallelevolution und lehrt, dass Fische und Vögel (mit Ausnahme jener mit senkrecht gelagertem Kehlkopf) sich über die verschiedenen Zwischenstadien in Gestalt von Naturgeistern zu Devas weiterentwickeln. Deva ist gleichzusetzen mit dem im westlichen Kulturkreis gebräuchlichen Begriff „Engel“.

Räumliche Entfernungen gibt es nur in der physischen Welt, und so speist ein  Gruppenseeledeva sämtliche aus ihm hervorgegangen Tiere mit Seelenessenz und lenkt und leitet sie. Sämtliche Erfahrungen seiner Tiere fließen in das gemeinsame Kollektiv zurück, so dass sich auch dessen Oberhaupt weiterentwickelt. In der Gruppenseele ist auch die Quelle des tierischen Instinkts angesiedelt, der sich häufig auf erstaunliche Weise manifestiert – z.B. im Netz einer Spinne, in sechseckigen Bienenwaben oder im genialen Bau eines Bibers. An Herdentieren lässt sich Gruppenseelenverhalten besonders gut beobachten.

 

Aus den Gruppenseelen niederer Säuger gehen unzählige Tiere hervor, manchmal Hunderte oder gar Tausende; je höher jedoch der Entwicklungsgrad, desto weniger Vertreter gehören zu einer gemeinsamen Kollektivseele. Die Natur ist weise; Erscheinungen wie Überpopulationen von Tiergattungen regeln sich normalerweise von selbst. Sind nämlich besonders viele Vertreter einer gemeinsamen Gruppenseele inkarniert, d.h. das Quantum an Lebensessenz verteilt sich auf viele, so sind sie nicht so vital wie es bei weniger Tieren der Fall wäre. Veranschaulichen können wir uns das anhand eines gefüllten Suppentopfes:  Füllen wir dessen Inhalt (= Gruppenseele) in wenige Teller (= inkarnierte Tiere), so beinhalten diese mehr Suppe (= Vitalität), als es bei vielen Tellern der Fall wäre.

Die Entwicklungsaufgabe von Tieren besteht darin, unabhängig denken zu lernen. Hat bei hochentwickelten Säugern (Hund, Hauskatze, Pferd, Rind usw.) der sich allmählich ausbildende Mentalkörper einen gewissen Entwicklungsgrad erreicht, womit unabhängiges, konkretes Denken einhergeht, spaltet sich die Lebensessenz des betreffenden Tiers von seiner Gruppenseele ab, ein Strahl aus der göttlichen Welt bewirkt die Verknüpfung mit einer Monade und ein Kausalkörper entsteht. Ab sofort haben wir es nicht mehr mit dem Vertreter einer Gruppenseele, sondern mit einem Individuum zu tun. (hierzu an anderer Stelle mehr).

Bereichern Freunde aus dem Tierreich unser persönliches Umfeld, so ergibt sich daraus für uns eine spezielle Verantwortung, denn Haustierhaltung bedeutet vor allem Entwicklungshilfe.

 


 


 

 

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