März

Ab dem 20. Februar befindet sich die Sonne im Tierkreiszeichen Fische. Hier treffen wir das Element „Wasser“ im beweglichen Stadium an.  Es herrscht Fastenzeit, in der das ersparte Saatgut Mutter Erde geopfert wird. Fische ist das Zeichen des schwindenden Winters. Die Tage werden merklich länger und wir spüren bereits deutlich den näher rückenden Neubeginn des Jahreskreises. Alles Alte, nicht mehr Brauchbare  lassen wir hinter uns, damit das Neue genug Kraft zum Gedeihen hat.

 

 

April

Am 21. März wechselt die Sonne in das Tierkreiszeichen Widder und erreicht damit wiederum den Nullpunkt im Tierkreis. Nichts im Universum läuft jedoch auf Kreisbahnen, sondern alles vollzieht spiralförmige Bewegungen. Im Gegensatz zum Kreis ist bei der Spirale mit Wiedererreichen des Nullpunktes keine Wiederholung an sich gegeben, sondern der nächste Zyklus wurde begonnen und somit Fortschritt erzielt.

Bei Widder handelt es sich um das kardinale Feuerzeichen im Tierkreis, d.h. das Element Feuer wird hier als „Urfeuer“ erfahren. Widder steht für den Aufbruch der Kräfte im Frühling. Hier geht es um die Ich-Entfaltung unter dem Motto „ich will“.

 

 

Mai

Am 21. April tritt die Sonne in das Tierkreiszeichen Stier ein.  Die Nacht zwischen dem 30. April und 1. Mai - Walpurgisnacht oder Beltane genannt – markiert den Beginn des Sommerhalbjahrs. Noch heute ist der Brauch des „Maibaums“ bekannt, ursprünglich galt er als Symbol für den Welten- oder Lebensbaum. Das Erdzeichen Stier steht für den Frühling, der nunmehr voll verkörpert seine Herrschaft angetreten hat. Das Erdreich ist feuchtwarm und bereit, neues Leben hervorzubringen. Das Element Erde befindet sich in diesem Stadium als zeugungsfreudig und Leben gebärend. Fruchtbarkeit ist angesagt.

 

Juni

Ab dem 21. Mai befindet sich die Sonne im Tierkreiszeichen Zwillinge. Die Sonne hat ihren höchsten Stand am Himmel erreicht, und ab jetzt werden die Tage wieder kürzer. Zwillinge ist das Zeichen des schwindenden Frühlings, und die Qualität seines Luftelements hat in diesem Stadium seine schwankende Beweglichkeit erreicht. Das Motto des Zeichens Zwillinge lautet „ich denke, ich bezweifle“.

 

 

 

Juli

Am 22. Juni tritt die Sonne ins Tierkreiszeichen Krebs ein, dessen Motto lautet „ich fühle“. Das Element „Wasser“, zu dem Krebs gehört, ist von seiner Eigenart her das beeindruckbarste, am besten zu prägende, das der flutenden, wogenden und verwandelnden sprituellen Kräfte. Krebs ist das Zeichen des beginnenden Sommers, in diesem Stadium hat das Element Wasser das Stadium des Hervorquellens erreicht.

 

 

August

Ab dem 23. Juli befindet sich die Sonne im Feuerzeichen Löwe. Hier entfaltet sie astrologisch gesehen ihr höchstes Potential. Das Löwe-Motto lautet: „ich kam, ich sah, ich siegte“.  Zu Beginn des Monats August wird „Lammas“ gefeiert, eine Art erstes Erntedank- oder Schnitterfest, denn nun wird bald die Ernte eingebracht.  Löwe ist das Zeichen des voll verkörperten Sommers, hier hat das Element Feuer das Stadium erreicht, wo es sich allmählich aus der Verkörperung löst; im Gegensatz zum „Urfeuer“ des Tierkreiszeichens Widder haben wir es hier mit „gebändigtem Feuer“ zu tun.

 

September

Am 23. August tritt die Sonne in das Tierkreiszeichen Jungfrau ein, das zum Element Erde gehört. In diesem Zeitraum sind Feste im Zusammenhang mit dem Ernteende und des Erntedanks verbreitet. Nun wird uns bewusst, dass die Erde ein Planet der Fülle und des Wohlstandes sein kann, sofern wir das Geerntete gerecht verteilen und in der Lage sind, das Bewusstsein der Fülle in uns zu etablieren. Jungfrau ist das Zeichen des schwindenden Sommers, und hier hat das Element Erde das Stadium „schwankend“ erricht; die Erdkrume ist sommerlich ausgedört.

 

 

Oktober

Ab dem 23. September, dem Tag der Herbst-Tagundnachtgleiche,  befindet sich die Sonne im Tierkreiszeichen Waage, dem Zeichen des Ausgleichs und des Gleichgewichts; die Kräfte sind ausgewogen. Waage gehört zum Element Luft, das in diesem Stadium als belebender Lufthauch auftritt.

 

 

 

 

November

Am 23. Oktober wechselt die Sonne ins Tierkreiszeichen Skorpion, das dem Element „Wasser“ zugeordnete „Todeszeichen“.  Skorpion ist das zweite Wasserhaus im Tierkreis, das Element „Wasser“ hat hier sein mittleres Stadium erreicht, das man im Gegensatz zu Krebs = Quellwasser und Fische = Meerwasser als Sumpf- oder Moorwasser bezeichnen könnte.

In der Natur ist dies die große Sterbezeit des Jahres, in der der Tod über das Leben zu siegen scheint. Die äußere Natur erstirbt, das Leben zieht sich zurück, während jedoch unter der Erde bereits der Humus für den neuen Lebenszyklus gebildet wird. Auch das menschliche Leben verinnerlicht und vertieft sich, während unterschwellig bereits die Umwandlung „seelischer Sedimente“ einsetzt, um fruchtbaren Boden für einen neuen Lebenszyklus hervorzubringen, der mit der Wintersonnenwende seinen Anfang nimmt.

 

 

Dezember

Am 22. November begibt sich die Sonne in das Tierkreiszeichen Schütze, das zum Element „Feuer“ gehört.  Bei Schütze handelt es sich um das dritte Feuerhaus im Tierkreis, also bereits Feuer, dass sich wieder aus der Verkörperung zu lösen beginnt, um zur Vollendung zu gelangen.

Mit der Adventszeit werden die Tage noch kürzer, die Temperaturen sinken noch mehr, das Leben verinnerlicht sich weiter, um sich auf die Neugeburt des Lichtes („Sol invictus“ = unbesiegbare Sonne) am kürzesten Tag des Jahres, also zur Wintersonnenwende  (21. Dezember) vorzubereiten.

 

Januar

Unmittelbar nach der Wintersonnenwende wechselt die Sonne am 22. Dezember in das Tierkreiszeichen Steinbock. Damit hat der Winter begonnen, die kälteste, kärgste und abweisendste Zeit des Jahres, die sich dem Leben verweigert, um ihm den Weg nach innen zu weisen. Aber die Sonne hat ihren Tiefpunkt bereits überwunden, und im Schoß der Erde beginnt das Leben seine Vorbereitung auf den neuen Zyklus. Als drittes Erdzeichen im Tierkreis gehört Steinbock zum kardinalen Kreuz. Hier befindet sich das  Element „Erde“ in impulsgebendem Stadium.

 

Februar

Am 21. Januar betritt die Sonne das zum Luftelement gehörige Tierkreiszeichen Wassermann. Noch immer herrscht klarer, stiller Winter. Das Element „Luft“ befindet sich hier im impulsaufnehmenden oder fixen Stadium. Am zweiten Vollmond nach der Wintersonnenwende (um den 2. Februar herum) - wird Lichtmess (Imbolc) gefeiert. Die Tage werden länger, mit überlieferten Ritualen wird der Winter ausgetrieben, die Natur sammelt ihre Kräfte, um sie für den nicht mehr fernen Frühlingsbeginn zu bündeln.

 

 

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