Fäden

 

Du spinnst an deinem Faden

schon viele Leben lang;

an Knoten Myriaden

wohl knüpft dein Schaffensdrang.

 

Kennst Scheitern und Gelingen,

kennst Riss und Neuversuch;

viel’ fremde Fäden schlingen

sich ein ins Lebenstuch.

 

Du webst ganz unwillkürlich

mit jedem Atemzug,

durch dein Gefühl natürlich

und im Gedankenflug.

 

Du knüpfst und webst bewusster,

erkennst du, nicht mehr blind,

dass aller Weber Muster

Teil eines größern sind!

 

hh

 

 

 

 

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